Aue-Coach Schuster: "Wir alle wollen auswärts den Bock umstoßen"

Aue - Konkrete neue Ziele wurden beim FC Erzgebirge Aue nach geschafftem Klassenerhalt nicht gesteckt. Das bedeutet längst nicht, dass die Gier verflogen ist und am heutigen Sonntag (13 Uhr) beim FC St. Pauli mal geschaut wird, was so geht.

Florian Krüger (r.) schoss die Auer mit seinem Siegtreffer gegen Karlsruhe zum Klassenerhalt.
Florian Krüger (r.) schoss die Auer mit seinem Siegtreffer gegen Karlsruhe zum Klassenerhalt.  © Picture Point/Marvin Ibo Güngör

"Wir sind verpflichtet, mit der bestmöglichen Elf aufzulaufen. Außerdem können wir etwas für die Fernsehtabelle tun", sieht FCE-Coach Dirk Schuster davon ab die zweite Reihe ins erste Glied zu beordern.

Der 52-Jährige wälzte zuletzt in der Veilchen-Statistik. 

Das Ergebnis spricht nach seinem Dafürhalten eine eindeutige Sprache: "Es erfüllt uns schon etwas mit Stolz, dass wir letzten Sonntag die 40-Punkte-Marke geknackt haben und das erstmals seit zehn Jahren an einem 30. Spieltag."

Die Schuster-Elf hatte in dieser Spielzeit nie etwas mit dem Abstieg am Hut. 

Darauf sind sie zurecht stolz, ruhen sich aber nicht darauf aus. "Erstmals seit zehn Jahren besitzen wir die Möglichkeit, über 41 Punkte zu kommen", betont Schuster.

In der Spielzeit 2010/11 lief der Kumpelverein als Fünfter mit 56 Zählern ein. Seither gab es nur zweistellige Platzierungen und Punktausbeuten zwischen 35 und 41. 

Dirk Schuster will aus einer soliden eine richtig gute Saison für den FC Erzgebirge Aue machen

Fordert weiter vollen Einsatz: Dirk Schuster.
Fordert weiter vollen Einsatz: Dirk Schuster.  © PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto

Dass es dieses Jahr nicht Spitz auf Knopf steht, führt Schuster auf solide Arbeit zurück, für die er auch selbst steht. 

Da gibt es kein Hopplahop. "Alle gemeinsam, angefangen von Präsident Helge Leonhardt bis zur Putzfrau, um das mal salopp zu formulieren, haben wir einen vernünftigen Job gemacht", betont Schuster.

Was jetzt noch aussteht, sieht er nicht als Zubrot an, sondern als Möglichkeit, aus einer soliden eine richtig gute Saison zu machen und zu zeigen, dass Aue nicht nur zu Hause 2. Bundesliga kann und in der Fremde lediglich Laufkundschaft ist. 

"Wir alle wollen jetzt auswärts den Bock umstoßen." Die Ausgangslage ist eindeutig. Während Lila-Weiß frei aufspielen kann, zittert St. Pauli noch. 

"Aus der Ferne betrachtet haben sie Druck auf dem Kessel und müssen unbedingt gewinnen, um nicht in eine unangenehme Situation zu geraten", hat Schuster die Lage am Millerntor gepeilt.

"Es ist alles eng und alles möglich. Wir müssen alle Antennen ausfahren und vorbereitet sein auf jede Möglichkeit, die uns der Gegner bietet."

Titelfoto: PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto

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