"Speedy Gonzales!" Aues Krüger verrät sein Tempo-Geheimnis!

Aue - Zündet Florian Krüger (21) den Turbo, sieht der Gegenspieler nicht selten nur noch die Hacken des Auers. Gepaart mit seinen Qualitäten als Vorlagengeber und Vollstrecker macht ihn das für den FC Erzgebirge zur gefährlichen Waffe, die am Dienstagabend die Würzburger Kickers erneut zu spüren bekommen sollen.

Wenn Florian Krüger (hint.) antritt, ist er kaum noch zu halten. Hier scheitert der wieselflinke Auer Stürmer erst am Düsseldorfer Schlussmann Florian Kastenmeier.
Wenn Florian Krüger (hint.) antritt, ist er kaum noch zu halten. Hier scheitert der wieselflinke Auer Stürmer erst am Düsseldorfer Schlussmann Florian Kastenmeier.  © picture point/Sven Sonntag

"Das wird alles andere als einfach, denn Würzburg steht mit dem Rücken zur Wand und wird jede Partie als Endspiel angehen", warnt der 21-Jährige vor Bruder Leichtfuß.

Im Hinspiel tat sich der FCE eine Halbzeit lang schwer, zog die Partie nach dem Seitenwechsel aber mit Tempofußball an sich. Krüger bereitete zwei Treffer zum 3:0-Sieg vor. Vor dem 2:0 ließ der Blondschopf mit einem Sprint übers halbe Feld die gegnerische Abwehr stehen.

Mit unglaublichen 34,53 km/h ist Aues "Speedy Gonzales" in der Spitze unterwegs. Keine Frage, an ihm ist ein Sprinter verloren gegangen.

"Witzigerweise habe ich in der Jugend in Magdeburg mit einem Sprint-Coach vom Leichtathletikstützpunkt trainiert. Das aber, weil ich meine Geschwindigkeit verbessern musste. Bis zur ,U19' war ich stets mit der Langsamste im Team", blickt Krüger auf die Nachwuchsjahre beim 1. FC Magdeburg und ab dem 16. Lebensjahr auf Schalke zurück.

Krüger: "An Olympia teilzunehmen, wäre ein einmaliger Traum"

"Deswegen wurde ich zum klassischen Strafraumstürmer ausgebildet", berichtet Krüger: "Wenn meine früheren Trainer sehen, dass ich jetzt auf dem Flügel spiele, müssen sie bestimmt schmunzeln."Immerhin bringt er als ehemaliger Strafraum-Stürmer die nötige Unbekümmertheit vorm Tor mit.

Für die Geschwindigkeit war eine Knieverletzung mit verantwortlich. "Mir fehlte die Stabilität in der Hüfte, weshalb ich Extraschichten schob, für die Oberschenkel, Po und Hüfte", verrät Krüger, der aktuell ein Fernstudium in Sport-/Fitness-Ökonomie absolviert, sein Tempo-Geheimnis.

Schnell und torgefährlich: Acht Tore und fünf Vorlagen hat der gebürtige Staßfurter in der Hinrunde erzielt, was ihn die Berufung in die "U21"-Nationalmannschaft einbrachte. Mit der Elf von Stefan Kuntz qualifizierte sich Krüger für die ab Ende März beginnende EM in Ungarn/Slowenien. Klar, dass er dort hin will: "Mit Leistung sehe ich die Chancen dafür."

Und dann gibt es noch das Fernziel Tokio 2021. "An Olympia teilzunehmen, wäre ein einmaliger Traum", so der junge Angreifer. Dazwischen liegen aber noch 17 Zweitliga-Spieltage.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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