FC St. Pauli erkämpft sich nach zäher Partie einen Punkt bei Erzgebirge Aue

Aue - Das war eine zähe Partie! Der FC St. Pauli hat sich am Sonntag torlos vom FC Erzgebirge Aue getrennt. 6826 Fans sahen im Erzgebirgsstadion ein wildes Spiel ohne große Chancen.

St.-Pauli-Stürmer Guido Burgstaller (32, hinten) setzt sich gegen Aues John-Patrick Strauß (25) und erzielt die vermeintliche Führung.
St.-Pauli-Stürmer Guido Burgstaller (32, hinten) setzt sich gegen Aues John-Patrick Strauß (25) und erzielt die vermeintliche Führung.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

St. Paulis Trainer Timo Schultz (43) veränderte seine Startelf zum 3:0-Auftakterfolg über Holstein Kiel auf einer Position. Im Sturm ersetzte Maximilian Dittgen (26) Simon Makienok (30).

Aleksey Shpilevski (33), Trainer der Auer, tauschte ebenfalls einmal im Vergleich zur Vorwoche. Soufiane Messeguem (20) startete für den verletzten Nicolas Kühn (21).

Von Beginn an entwickelte sich eine flotte Partie. Gerade die Veilchen attackierten früh und kamen schnell zu zwei Chancen. Doch Messeguem (2. Minute) und Dmitri Nazarov (6.) zielten zu ungenau. Aue war die aktivere Mannschaft und sorgte für die erste Drangphase der Partie.

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FC Erzgebirge Aue Aue-Keeper Männel hält, was zu halten ist, trotzdem hagelt es ständig Niederlagen

Doch plötzlich jubelten die Gäste. St. Pauli nutzte eine Umschaltsituation zur vermeintlichen Führung. Luca Zander spielte den Ball genau in den Lauf von Guido Burgstaller, der aus 13 Metern wuchtig abschloss und ins Tor traf.

Schiedsrichter Florian Heft gab zunächst den Treffer, doch Video-Assistent Thorben Siewer entschied nach Ansicht der Bilder auf Abseits.

Mit dieser Aufstellung startete der FC St. Pauli gegen Erzgebirge Aue

Der FC Erzgebirge Aue begann mit dieser Elf gegen den FC St. Pauli

Finn Ole Becker nach der Halbzeit mit der Riesen-Chance für den FC St. Pauli

Finn Ole Becker (21) setzt sich im Zweikampf mit Soufiane Messeguem (20) durch.
Finn Ole Becker (21) setzt sich im Zweikampf mit Soufiane Messeguem (20) durch.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

In der Folge entwickelte sich eine wilde Partie mit einem Chancenplus der Hausherren. Nazarov (22.) und Omar Sijaric (29.) scheiterten jedoch am starken FCSP-Keeper Nikola Vasilj.

Bis zur Pause entwickelte sich eine unansehnliche Begegnung. Beide Mannschaften setzten ihren Gegner mit frühem Pressing unter Druck, es entwickelte sich kaum Spielfluss. Zudem sorgten immer wieder kleinere Fouls für Unterbrechungen.

Kurz vor der Halbzeit wurde es vor dem Kiez-Gehäuse noch einmal gefährlich. Vasilj machte sich aber lang und entschärfte eine Chance von Ben Zolinski aus elf Metern (44.).

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So ging es torlos in die Pause. St. Pauli zwar mit besserer Passqoute (78 zu 72 Prozent) und mehr Ballbesitz (54 zu 46 Prozent), Aue dafür aber mit den besseren Chancen.

Nach Wiederanpfiff ging es ähnlich weiter. Nach 55 Minuten hatte St. Pauli plötzlich die Riesen-Chance.

Schiedsrichter Heft ließ nach einem Foul an Daniel-Kofi Kyereh laufen, Finn Ole Becker tankte sich durch und spitzelte das Leder im Zweikampf mit Sören Gonther am linken Pfosten ganz knapp vorbei. Aue-Keeper Männel wäre chancenlos gewesen.

Erzgebirge Aue und St. Pauli spielen die Partie ohne Risiko zu Ende

Guido Burgstaller (32) und Sören Gonther (34) kämpfen im Luftduell um den Ball.
Guido Burgstaller (32) und Sören Gonther (34) kämpfen im Luftduell um den Ball.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Es dauerte bis zur 70. Spielminute, ehe auch die Veilchen mal wieder etwas gefährlich wurden. Nach einer Flanke kam Ex-Kiezkicker Gonther zum Abschluss, bugsierte die Pille aber weit über das Tor.

In der Schluss-Viertelstunde blieb die Partie offen. Das Spiel verflachte aber zunehmend, ein Einwurf jagte den nächsten. Beide Mannschaften warteten auf den Lucky Punch, vielleicht sogar durch eine der vielen Standardsituationen.

Das Risiko auf beiden Seiten blieb gering. Sowohl St. Pauli als auch Aue spielten mit vielen langen und hohen Bällen. Das Vertrauen, sich von hinten herauszuspielen, war nicht mehr vorhanden.

Am Ende hätten die Gäste den Sieg einen Tick mehr verdient gehabt. Der eingewechselte Lukas Daschner (84.) und Kyereh (90.) verpassten mit ihren Abschlüssen die Führung.

Somit blieb es beim torlosen Remis, obwohl sich die Hamburger in der zweiten Halbzeit steigerten und sich ein klares Chancenplus erarbeiten.

Für beide Mannschaften geht es in der kommenden Woche im DFB-Pokal weiter. St. Pauli trifft auf den Drittligisten 1. FC Magdeburg (7. August, 18.30 Uhr), Erzgebirge Aue reist zum Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt (9. August, 18.30 Uhr).

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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