Alarm im Erzgebirge! Zwei Wochen vor dem Start nur Aue-Torwart Männel in Zweitliga-Form

Aue - Intensive Einheiten, müde Beine, fehlende Frische - diese Aussagen hört man von Trainern in der Vorbereitung immer wieder, wenn es darum geht, die Leistungen ihrer Spieler einzuschätzen. Mit diesen Argumenten erklärte auch FC Erzgebirge Aues Trainer Aleksey Shpilevski (33) das enttäuschende 1:2 (0:2) gegen den 1. FC Magdeburg.

Allein dem starken Torwart Martin Männel (33) war es zu verdanken, dass es nur zwei Magdeburg-Treffer gab.
Allein dem starken Torwart Martin Männel (33) war es zu verdanken, dass es nur zwei Magdeburg-Treffer gab.  © Picture Point/Roger Petzsche

Der Drittligist bestritt zwei Tage zuvor ein Testspiel gegen Regionalligist VSG Altglienicke (1:1) und wirkte im Erzgebirgsstadion dennoch deutlich frischer, gedankenschneller, spielfreudiger.

Von den Veilchen kam am Samstag bis auf die letzten zehn Minuten nichts. Da hatten die Gäste kräftig durchgewechselt und wirkten unsortiert. Zwei Wochen vor Saisonstart müssen nach diesem Auftritt die Alarmglocken beim Zweitligisten schrillen.

Shpilevski versuchte, die Niederlage zu relativieren: "Ich will das Spiel nicht überbewerten. Wir sind in einem Prozess, die Beine sind nicht ganz leicht. Die Jungs haben intensive Einheiten hinter sich. Dass man da auch mal so ein zähes Spiel erlebt, ist völlig normal."

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Etwas mehr Gegenwehr hätten die 1400 Zuschauer von der Heimelf schon erwartet. Stattdessen sahen sie, wie sich der FCM speziell in der ersten Halbzeit immer wieder schnell und zielstrebig Richtung Auer Tor durchkombinieren konnte.

Offensivspieler Semih Sahin (21) stellte sich vor

Offensivspieler Semih Sahin (21) musste das Spiel gegen Magdeburg verletzt verlassen.
Offensivspieler Semih Sahin (21) musste das Spiel gegen Magdeburg verletzt verlassen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Allein dem starken Torwart Martin Männel war es zu verdanken, dass es nur zweimal klingelte.

"Ich bin auch nicht sonderlich zufrieden, das steht fest. Zumal wir in Wolfsburg ein richtig, richtig starkes Spiel gemacht haben", betonte Shpilevski: "Man darf aber auch nicht vergessen, dass wichtige Spieler gefehlt haben und unser Kader noch nicht komplett ist."

Antonio Jonjic, Florian Ballas und Ognjen Gnjatic wurden nach der zweiten Corona-Impfung geschont.

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Bayern-Neuzugang Nicolas Kühn fehlte wegen muskulärer Probleme.

Mit Semih Sahin (21) stellte sich ein Offensivspieler, zuletzt in Hoffenheim unter Vertrag, vor. Der 21-Jährige hatte Pech. Nach zwei, drei gelungenen Aktionen musste er verletzt raus.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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