Erzgebirge Aue: Saisonstart wird ein Kopfsprung ins Ungewisse!

Aue - Wenn der FC Erzgebirge am 19. September (13 Uhr) bei den Würzburger Kickers in die neue Spielzeit startet, gleicht das einem Kopfsprung ins Ungewisse. Mit dem Restart Mitte Mai wurde zwar schon ziemliches Neuland betreten, aber diesmal sind die Unwägbarkeiten zahlreicher, die Fragezeichen größer.

Vor dem FC Erzgebirge und seinem Cheftrainer Dirk Schuster (M.) liegen ungewisse Zeiten. Noch nie waren der Saisonstart und die Konkurrenz so schwer einzuschätzen wie aktuell.
Vor dem FC Erzgebirge und seinem Cheftrainer Dirk Schuster (M.) liegen ungewisse Zeiten. Noch nie waren der Saisonstart und die Konkurrenz so schwer einzuschätzen wie aktuell.  © Picture Point/Roger Petzsche

Statt in Quartals-Tranchen wird die TV-Vergütung monatlich ausgezahlt. Damit fällt der bisher sofort verfügbare Batzen an Geld weg und es muss anderweitig kurzfristige Liquidität zur Absicherung herangezogen werden - auch in Aue.

Der FCE befindet sich deswegen nach TAG24-Informationen mit seinen Spielern in Verhandlungen um einen vorübergehenden rund 20-prozentigen Gehaltseinschnitt. Es geht dabei nicht um einen Verzicht, sondern eine Stundung, bis der Abverkauf der Jahres- und VIP-Karten anläuft. Abhängig ist das u.a. von der Corona-Lage und wie die Politik darauf reagiert.

Momentan sind Zweitliga-Spiele vor Zuschauern frühestens ab 1. November in Aussicht.

Doch es gibt auch Grund, auf einen früheren Start vor Fans zu hoffen. Die 30-Jahr-Feier des Freistaates Sachsen im Erzgebirgsstadion vor bis zu 2000 Besuchern ist so ein Lichtblick.

Außerdem hat der FCE ein Hygienekonzept eingereicht, das knapp 5000 Besucher vorsieht. Der letztjährige Schnitt in den zwölf Heimspielen bis zur Corona-Pause betrug allerdings 11.642 Besucher, mehr als die Hälfte der Zuschauer-Einnahmen würde also dennoch wegbrechen.

Ebenfalls eine Blackbox: Wie ist die Konkurrenz drauf? Das klassische Scouting ist wegen Corona nicht oder nur schwer möglich. Coach Dirk Schuster vertraut deswegen auf technische Hilfsmittel: 

"Wir besitzen, wie andere Clubs auch, Zugang zu einem System, das Videosequenzen für die genaue Analyse zur Verfügung stellt. Dort werden alle Szenen behandelt und aufgearbeitet. Ab dem zweiten Spieltag gibt es dann keine Geheimnisse mehr. Seien es taktische Details, Systemwechsel oder Laufstrecken."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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