Re-Start am 9. Mai? Aue-Boss Leonhardt: "Wäre ein Tag der Befreiung"

Aue - Zwingt der Fußball das Coronavirus in die Knie? Die derzeit meinungsführenden Ministerpräsidenten von Bayern, Markus Söder (CSU) und NRW, Armin Laschet (CDU), sprachen sich am Montag für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs am zweiten Mai-Wochenende unter Auflagen aus.

Geht es weiter, trifft Aue als erstes daheim auf den SV Sandhausen. Das Hinspiel endete durch diesen verwandelten Handelfmeter von Pascal Testroet 2:2.
Geht es weiter, trifft Aue als erstes daheim auf den SV Sandhausen. Das Hinspiel endete durch diesen verwandelten Handelfmeter von Pascal Testroet 2:2.  © picture point/Sven Sonntag

Der sächsische Landesfürst Michael Kretschmer schlug in die selbe Kerbe. Gegenüber "Bild" ließ er wissen: "Geisterspiele sind besser als nichts. Viele Deutsche freuen sich auf die Fußballübertragung. Ich auch. Leider gibt es nicht viele Sportarten, für die sich diese Möglichkeit eröffnet. Wenigstens der Fußball bleibt uns."

Im Erzgebirge haben sie die Signale vernommen. "Ich begrüße diese Ansage", atmet FCE-Präsident Helge Leonhardt tief durch: "Alle sind sich einig, dass es nur gelingen kann, wenn die Regeln strikt eingehalten werden und die Fußballer eine Vorbildfunktion einnehmen - dies sowohl im privaten Leben als auch im Training und dann auch im Wettkampf."

Wird die laufende Spielzeit fortgesetzt, dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Allein beim Kumpelverein reißt das ein finanzielles Loch von ungefähr einer Million Euro in die Kasse.

"Der Fußball wird sich verändern"

Sieht wieder Licht am Ende des Schachts: FCE-Präsident Helge Leonhardt.
Sieht wieder Licht am Ende des Schachts: FCE-Präsident Helge Leonhardt.  © picture point/Sven Sonntag

"Das wird ein Härtetest, der zeigt, ob alle 36 Klubs den Anforderungen gerecht werden", ist sich Leonhardt bewusst. Andernfalls steht das reguläre Saisonende auf dem Spiel - mit ungewissem Ausgang, gerade was die millionenschwere Vergütung der Fernsehgelder für diese und die kommende Spielzeit anbelangt.

"Ich hoffe inständig, dass der 9. Mai ein Tag der Befreiung wird für die 36 Erst- und Zweitligisten", wird Aues Klubchef pathetisch. Es wäre quasi die Stunde Null, der Stillstand wäre für die Vereine (vorerst) vorbei.

Er erwartet allerdings, dass sich der Fußball - nicht nur in Deutschland - verändern wird, Leonhardt: "Es wird eine Marktbereinigung stattfinden. Es muss alles gesichert sein. Fußball darf nicht über der Gesundheit stehen, dann werden auch Lösungen gefunden."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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