Nach Pleite im Fürth-Test: Für die Auer Startelf drängte sich keiner auf!

Aue - FCE-Torhüter Martin Männel saß am Freitag zu Hause und durfte sich durchaus als Gewinner fühlen. Wie einige andere, die zur Stammformation zählen und ebenfalls im Erzgebirge geblieben waren.

Philipp Klewin war beim Elfmeter von Timothy Tillmann (Nummer 21) machtlos.
Philipp Klewin war beim Elfmeter von Timothy Tillmann (Nummer 21) machtlos.  © picture point/Sven Sonntag

Männel-Vertreter Philipp Klewin in den ersten 35 Minuten und Kevin Harr nach dem Seitenwechsel lehrten der seit Jahren unumstrittenen Nummer 1 nicht das Fürchten. 

Souverän sieht anders aus. Kaum vorstellbar, dass Aue eines Tages ohne Männel zwischen den Pfosten in der 2. Liga bestehen muss.

Klewin strahlte im Test gegen die zweite Reihe der SpVgg Greuther Fürth wenig Sicherheit aus. Sein schlechtes Passspiel brachte die Vorderleute einige Male in Bedrängnis. Harr machte es nicht besser. Sein riskanter Pass zu Louis Samson hätte fast zum Platzverweis für den Auer geführt. 

Schiedsrichter Florian Badstübner beließ es trotz Notbremse gegen Timothy Tillman bei Gelb - Testspiel-Bonus und Glück für Samson!

Harr patzte in der 59. Minute zum zweiten Mal - mit Folgen. Bei Tillmanns Freistoßflanke verschätzte er sich, kurz darauf zappelte der Ball im Netz.

Der zweite Anzug der Veilchen - er passte nicht. Das erkannte auch Cheftrainer Dirk Schuster nach dem 1:3 (1:2) in Bamberg: "Wir haben die Fürther bei allen drei Toren stark unterstützt." 

Was als Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen gedacht war, brachte dem Fußball-Lehrer wichtige Erkenntnisse für den Liga-Alltag.

"Diese Fehler, die wir gemacht haben, werden in der 2. Liga ebenfalls bestraft"

FCE-Keeper Kevin Harr (l.) machte nicht den sichersten Eindruck.
FCE-Keeper Kevin Harr (l.) machte nicht den sichersten Eindruck.  © picture point/Sven Sonntag

Für Männel ist kein ernsthafter Konkurrent in Sicht. Gaetan Bussmann ist auf der linken Abwehrseite noch nicht die erhoffte Verstärkung. Kann er nach langer Verletzungspause und knapp zwei Wochen Training auch nicht sein. 

Calogero Rizzuto, der den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Antonio Jonjic vorbereitete, steht für das Darmstadt-Heimspiel bereit. Rizzuto musste nach einem Platzverweis zuletzt zweimal pausieren.

Gute Ansätze zeigte Stürmer Jonjic - nicht nur beim Tor, sondern auch bei seinen Tempoläufen. Dimitrij Nazarov verteilte aus dem zentralen Mittelfeld heraus klug die Bälle, verursachte aber den Strafstoß, der zum 2:1 führte.

"Wir haben schon gesehen, wer sich für die Startformation in der 2. Liga aufdrängt und wer vielleicht noch ein bisschen Zeit braucht", formulierte es Schuster nach Spielende diplomatisch. In seiner Fehleranalyse kritisierte er "die vielen Ballverluste, die unnötig waren."

Eine weitere Erkenntnis: "Dass wir sehr verantwortungsbewusst mit dem Ball umgehen müssen, speziell in der eigenen Hälfte. Diese Fehler, die wir gemacht haben, werden in der 2. Liga ebenfalls bestraft. Dann tut es bedeutend mehr weh."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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