Fehlstart perfekt! FC Erzgebirge Aue schlägt sich in Mannheim selbst

Mannheim - Jetzt ist es ein Fehlstart! Vor 7468 Zuschauern verlor der FC Erzgebirge Aue sein Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim mit 0:1 (0:0) und bleibt nach drei Spielen bei zwei Zählerchen hängen. Überlegene Veilchen schlugen sich am Ende selbst. Den Siegtreffer des SVW köpfte Marten Winkler (86.) nach einem Blackout von Erik Majetschak.

Eine der Torchancen für Aue: Der Ball fliegt an Dimitrij Nazarov (3.v.r.) vorbei.
Eine der Torchancen für Aue: Der Ball fliegt an Dimitrij Nazarov (3.v.r.) vorbei.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

FCE-Trainer Timo Rost nahm gegenüber dem 1:1 am Sonntag gegen den VfL Osnabrück personell zwei Änderungen vor: Für den zuletzt unsicheren Alexander Sorge und Lenn Jastremski rückten Majetschak und Tim Danhof in die Startelf.

Eigentlich sollte Tom Baumgart spielen, doch der verletzte sich beim Warmmachen, Danhof sprang ein. Marvin Stefaniak konnte von Beginn an ran, seine Brustbeinprellung ließ es zu. Dass ihn das nicht störte, zeigte er im Spiel.

Wie schon in den ersten beiden Spielen nahm Aue die Zügel sofort in die Hand, spielte gefällig und hatte die erste Möglichkeit. Ulrich Taffertshofer (5.) setzte sich am Strafraum in Szene und zog ab. Sein Schuss zischte nur knapp vorbei.

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Noch knapper war es bei Linus Rosenlöcher (18.). Er dribbelte zur Grundlinie, seine Hereingabe wurde abgefälscht, flog über Waldhof-Keeper Morten Behrens hinweg und klatschte an den Innenpfosten - und von da wieder raus. Pech! Der FCE schaffte es, die Mannheimer weit weg vom eigenen Tor zu halten, war aggressiv.

Die ersten 30 Minuten sahen gefällig aus. Was fehlte, war der Druck nach vorn. Danach verflachte die Partie aber etwas, auf beiden Seiten ging nicht mehr viel. Daher hatte die FCE-Abwehr nur selten überhaupt Arbeit zu verrichten.

Die Startelf des FC Erzgebirge Aue beim SV Waldhof Mannheim

Ein unsinniges Handspiel von Erik Majetschak bringt die Niederlage für den FC Erzgebirge Aue

Große Enttäuschung auch bei Aue-Kapitän Dimitrij Nazarov.
Große Enttäuschung auch bei Aue-Kapitän Dimitrij Nazarov.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

In die zweite Hälfte startete der Waldhof energischer, hatte aber zunächst Glück: Der bereits verwarnte Bentley Baxter Bahn senste Steffen Nkansah (51.) um, durfte aber auf dem Platz bleiben.

Eigentlich wäre die zweite Gelbe fällig gewesen. Sie kam nicht, der SVW aber zu seiner ersten guten Chance. Der Ex-Auer Julian Riedel flankte, Majetschak klärte vor die Füße von Berkan Taz und der nagelte die Kugel Außen an den Pfosten (53.).

Doch beim Gastgeber war das nur ein kleines Feuerchen. Aue bekam die Partie wieder besser in den Griff, zumindest defensiv. Nach vorn passierte ebenfalls zu wenig. Als sich alle auf das Remis einstellen, schlug sich der Gast selbst - wieder einmal.

Aktive Aue-Fanszene hält weiterhin an Stimmungs-Boykott fest
FC Erzgebirge Aue Aktive Aue-Fanszene hält weiterhin an Stimmungs-Boykott fest

Nach einem völlig unsinnigen Handspiel von Majetschak (als letzter Mann eigentlich Rot) gab es Freistoß für Mannheim. Alle folgten dem langen Ball von Alexander Rossipal, Marten Winkler (86.) nicht. Er handelte und köpfte ein.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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