Fußball-Kolumne zur 2. Bundesliga: Enger geht es nicht mehr!

Deutschland - Spannung von oben bis unten! In der 2. Bundesliga liegen viele Mannschaften nach dem 9. Spieltag eng beieinander.

Der HSV wartet seit vier Spielen auf einen Sieg. Beim 1. FC Heidenheim gab die Mannschaft um Toni Leistner (30, l.) eine 2:0-Führung noch aus der Hand.
Der HSV wartet seit vier Spielen auf einen Sieg. Beim 1. FC Heidenheim gab die Mannschaft um Toni Leistner (30, l.) eine 2:0-Führung noch aus der Hand.  © Stefan Puchner/dpa

Etwas überraschend gibt es mit der SpVgg Greuther Fürth einen neuen Tabellenführer.

Das Kleeblatt gewann das prestigeträchtige und umkämpfte Frankenderby beim 1. FC Nürnberg mit 3:2 und überholte durch diesen Dreier den Hamburger SV, der eine 2:0-Auswärtsführung beim 1. FC Heidenheim noch aus der Hand gab und mit 2:3 verlor.

Dem dreifachen Christian Kühlwetter sei Dank! Der HSV wartet nunmehr seit bereits vier Spielen auf einen Sieg und muss nun langsam aber sicher aufpassen, nicht von den vielen heranrückenden Vereinen überholt zu werden.

Fürth hat hingegen seit der 0:1-Pleite gegen die Rothosen am 17. Oktober alle fünf folgenden Begegnungen für sich entschieden und befindet sich momentan in exzellenter Verfassung!

Das gilt auch (wieder) für Holstein Kiel. Die Störche gewannen nach einem Dreifachschlag innerhalb von vier Minuten gleich mit 3:0 bei Hannover 96 und schnappten sich aufgrund des besseren Torverhältnisses vorläufig den dritten Rang.

Nach zuvor drei Remis in Folge und einer Pleite zuvor (gegen Fürth!) ein wichtiger Erfolg für die Nordlichter. Nur drei Treffer dahinter lauert der VfL Osnabrück, der beim FC St. Pauli mit 1:0 gewann und sich nach der deftigen 1:4-Packung am vergangenen Montag gegen Nürnberg wieder rehabilitierte.

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl nimmt in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal die 2. Bundesliga unter die Lupe. Selten lagen die Klubs so eng beieinander!
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl nimmt in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal die 2. Bundesliga unter die Lupe. Selten lagen die Klubs so eng beieinander!  © Daniel Karmann/dpa/PICTURE POINT / S. Sonntag

FC Erzgebirge Aue rückt nach Auswärtstriumph beim SV Sandhausen an Aufstiegsränge heran

Während der SC Paderborn 07 nach sechs ungeschlagenen Spielen in Folge mal wieder eine Niederlage einstecken musste, durfte sich der Karlsruher SC über den dritten Dreier in Folge freuen.
Während der SC Paderborn 07 nach sechs ungeschlagenen Spielen in Folge mal wieder eine Niederlage einstecken musste, durfte sich der Karlsruher SC über den dritten Dreier in Folge freuen.  © Uli Deck/dpa

Ganz dicht an die Aufstiegsränge herangerückt ist auch der FC Erzgebirge Aue, der den SV Sandhausen um Neu-Coach Michael Schiele (42) gleich mit 4:1 im eigenen Stadion abfertigte und nun bereits vier Partien ungeschlagen ist.

Boden verloren hat hingegen der zuletzt so starke SC Paderborn 07, der beim Karlsruher SC mit 0:1 verlor und auf Platz sechs abrutschte. Nach sechs Partien ohne Niederlage aber wohl nur ein kurzzeitiger Rückschlag für die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart (48). Der KSC rückte durch den dritten Erfolg in Serie auf Position acht vor.

Zwischen ihnen liegt der VfL Bochum, der mit einem Sieg im Montagsspiel gegen Fortuna Düsseldorf einen Riesensprung von Rang sieben auf zwei machen könnte. Die Gäste würden bei einem Dreier von Platz zwölf auf acht vorrücken, bei einem Kantersieg wäre theoretisch sogar Position sechs drin.

Heidenheim schließt die obere Tabellenhälfte ab und hat dennoch nur sechs Zähler Rückstand auf Fürth. Auch der SSV Jahn Regensburg (2:1-Sieg gegen den FC Würzburger Kickers) und SV Darmstadt 98 (4:0-Triumph über Eintracht Braunschweig) auf Platz elf liegen gleichauf.

Selbst Nürnberg und Hannover sind mit zehn Punkten noch nicht endgültig aus dem Aufstiegsrennen raus, müssen sich aber nach unten orientieren, wo Sandhausen (acht Zähler), Braunschweig (acht), St. Pauli (sieben) und Würzburg (vier) in der Bredouille sind. Dennoch muss man festhalten: die 2. Liga ist so eng, wie man es sonst von der 3. Liga gewohnt ist! Die kommenden Wochen versprechen deshalb viel Nervenkitzel!

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa/PICTURE POINT / S. Sonntag

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