Kommentar: "Maß und Mitte wahren"

Kommentar von Michael Thiele

Aue - Am 7. August wurde der Spielplan für die neue Saison terminiert. Der Corona-Ausbruch vom März lag da fast ein halbes Jahr zurück.

Beim Heimspiel am Sonntag gegen Heidenheim dürfen nur 500 Zuschauer im Erzgebirgsstadion dabei sein.
Beim Heimspiel am Sonntag gegen Heidenheim dürfen nur 500 Zuschauer im Erzgebirgsstadion dabei sein.  © picture point/Sven Sonntag, privat

Sicherlich schwebten Begriffe wie zweiter Lockdown, Geisterspiele, Saisonabbruch wie ein Damoklesschwert über König Fußball. Was Zuversicht stiftete, waren die Hygienekonzepte von DFL/DFB und der jeweiligen Vereine. 

Deren Umsetzung habe ich hautnah miterlebt, in Aue, Chemnitz und Zwickau, aber auch Nürnberg oder Ulm.

Es gibt klare Vorgaben. Wer keinen Mund-Nasen-Schutz trägt oder Abstand hält, wo vorgesehen, wird darauf hingewiesen oder ermahnt. Die Anzahl an Desinfektionsspendern lässt einen fast annehmen, man betrete eine Intensivstation.

Genau auf dieser könnten die Proficlubs landen, wenn ihnen erneut die Erwerbsgrundlage entzogen werden sollte, wenn von Gesundheitsämtern genehmigte Hygienekonzepte keine Anerkennung mehr finden. Als würde man es den Vereinen nicht zutrauen, ihr Hausrecht durchzusetzen. Wer das glaubt, hat sich noch nicht mit der Stadion-Security angelegt.

Andersherum könnte die Frage auch lauten: Stellt man den öffentlichen Nahverkehr ein oder schließt Einkaufsmärkte, weil hier die Gefahr von Maskenmuffeln zu groß sein könnte? Deswegen gilt es Maß und Mitte zu wahren.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag, privat

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0