Geimpft, genesen oder negativ getestet: Gibt es nur noch so Einlass ins Aue-Stadion?

Aue - Seinen neuen Trainer Aleksey Shpilevski stellt der FC Erzgebirge Aue am Dienstag vor - erstmals nach knapp einem Jahr wieder auf einer Präsenz-Pressekonferenz. Die Medien dürfen live dabei sein, wenn sie vollständig geimpft oder genesen oder mit einem tagesaktuellen Negativtest ausgestattet sind. Ein Vorgeschmack auf die neue Saison in jeder Beziehung?

Diese abendliche Stimmung bei einem Flutlichtspiel in Aue konnten die Fans schon ewig nicht mehr live erleben. Ab der neuen Saison könnte es wieder so weit sein.
Diese abendliche Stimmung bei einem Flutlichtspiel in Aue konnten die Fans schon ewig nicht mehr live erleben. Ab der neuen Saison könnte es wieder so weit sein.  © Frank Kruczynski

Wird es auch mit Zuschauern so passieren? Dürfen diese nur ins Stadion, wenn eine der drei Bedingungen erfüllt sind? Beim Handball-Zweitligisten HC Elbflorenz in Dresden ist dies zum Beispiel am Sonntag der Fall.

Aues Geschäftsführer Michael Voigt wiegt seinen Kopf hin und her. "Es gibt noch keine Regelungen von der DFL zu diesem Thema", weicht der 48-Jährige etwas aus. Aber er nickt auch, weil es bei der am Freitag beginnenden EM eben auch so läuft. Nur wer eine der drei Bedingungen erfüllt, erhält Einlass in die Arenen.

Die Inzidenzzahlen derzeit würden es zulassen. Der Erzgebirgskreis, lange Zeit Hotspot in Sachsen, lag am Donnerstag bei 33,7 - Tendenz weiter fallend. "Wir haben seit einer halben Ewigkeit sehr gute Hygienekonzepte. Wenn wir die zur Anwendung bringen könnten, wären wir schon sehr weit", so Voigt.

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FC Erzgebirge Aue Ansage von Aues Zolinskis vorm DFB-Pokal: "Scheißegal, wer das Tor schießt, wir wollen weiterkommen!"

Entscheidend, sagt er, ist ohnehin, wie hoch die Fallzahlen sind, "wenn die Saison beginnt. Dann können wir schon etwas Genaueres sagen. Dann gibt der Bund vor, leitet es weiter zu Land und Kommunen".

Und auch DFB und DFL werden dann ihre Bedingungen an die Vereine weiterreichen, die müssen diese dann umsetzen. Daher geht es in die Richtung: Geimpft oder genesen oder negativ getestet.

Aue-Geschäftsführer Voigt": Wir spielen eine EM vor Fans, da kannst du keinem mehr erklären, warum das in der 2. Liga nicht auch gehen soll"

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt (48) sieht keine Gründe mehr, auf Fans zu verzichten.
FCE-Geschäftsführer Michael Voigt (48) sieht keine Gründe mehr, auf Fans zu verzichten.  © picture point/Sven Sonntag

"Wichtig ist, dass wir überhaupt wieder vor Fans spielen können. Das ist von der Stimmung her notwendig und vor allem, auch finanziell. Aber ich bin da guter Dinge. Wir spielen eine EM vor Fans, da kannst du keinem mehr erklären, warum das in der 2. Liga nicht auch gehen soll", so der FCE-Geschäftsführer.

Wieder ins Stadion zu dürfen, wenn eine der drei Bedingungen erfüllt ist, da gehen Fans sicherlich mit.

Anders sieht es da schon beim Vorschlag von Sachsens Innenminister Dr. Roland Wöller (50, CDU) aus. Er will zudem künftig nur noch personalisierte Tickets: "Ich möchte gerne personalisierte Tickets haben", so Wöller im neuen Podcast "Politik in Sachsen": "Ich werde mich einsetzen auf der Innenministerkonferenz, dass das kommt."

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Es gehe um ein deutliches Zeichen, wenn gewalttätige Besucher nicht mehr ins Stadion dürfen. Wöller sagt, er sei auch mit den Vereinen dazu im Gespräch. Der Aufschrei der Fans ist ihm gewiss.

Titelfoto: Frank Kruczynski

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