In eigener Sache: Darum gab's nach der Aue-Pleite gegen Paderborn keine Fragen

Aue - Nach dem 3:8-Abschuss gegen den SC Paderborn 07 gerieten auch die Medien unter Beschuss. "Warum wurden auf der Pressekonferenz danach keine Fragen gestellt, wo es doch so viele gab?", wurde in den sozialen Netzwerken in den Aue-Fangruppen im Übermaß gefragt. TAG24 erklärt es.

Aue-Abwehrspieler Steve Breitkreuz (29) konnte nicht hingucken: Die Veilchen kassierten am Sonntag eine bittere 3:8-Packung.
Aue-Abwehrspieler Steve Breitkreuz (29) konnte nicht hingucken: Die Veilchen kassierten am Sonntag eine bittere 3:8-Packung.  © picture point/Sven Sonntag

In Corona-Zeiten, also jetzt genau ein Jahr, gibt es keine Präsenz-Pressekonferenzen. Sprich, außer den Trainern ist keiner im jeweiligen Presseraum.

Beim FC Erzgebirge Aue ist es so: Die Medien bekommen vor der Partie einen Zettel. Auf diesem darf eine (!) Frage pro Medium handschriftlich an den Trainer gestellt werden.

Der Zettel wird nach dem Spiel eingesammelt und die Frage zur PK vorgelesen. Diese sehen oder hören die Journalisten nicht live, sondern bekommen danach einen Mitschnitt zugeschickt.

Verscherbelt der FC Erzgebirge Aue Juwel Krüger?
FC Erzgebirge Aue Verscherbelt der FC Erzgebirge Aue Juwel Krüger?

Es sind also keinerlei Nachfragen möglich.

Bei fast allen anderen Zweit- und Drittligisten laufen die Konferenzen über die Apps "Zoom", "Team" oder auch über YouTube, man ist also live dabei.

Vorher über WhatsApp eingereichte Fragen (egal, wie viele) werden vorgelesen und beantwortet. Auch Nachfragen sind jederzeit möglich.

Das Auer Vorgehen erschwert natürlich die Arbeit der Medien.

Dazu kommt, dass Fragen oft am Thema vorbei oder teils sogar patzig beantwortet werden. Daher haben sich die einheimischen Medien unabhängig voneinander entschlossen, auf Fragen zu verzichten.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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