Wegen verordneten Geisterspielen: FC Erzgebirge Aue will Novemberhilfe

Aue - Leere Stadien führen bei den Profiklubs auf Dauer unweigerlich zu leeren Kassen. Alles andere ist Augenwischerei. Und genau diese will der FC Erzgebirge Aue nicht betreiben. Für Abhilfe könnten nun jene sorgen, die den Kumpelverein mit ihren Corona-Maßnahmen für November erst in Bedrängnis gebracht haben.

Clemens Fandrich & Co. müssen sich auf unbestimmte Zeit an das Kicken vor komplett leeren Rängen gewöhnen.
Clemens Fandrich & Co. müssen sich auf unbestimmte Zeit an das Kicken vor komplett leeren Rängen gewöhnen.  © picture point/Sven Sonntag

So beschloss die Bundesregierung eine außerordentliche Wirtschaftshilfe im Volumen von voraussichtlich circa 10 Milliarden Euro. Diese Finanzspritze richtet sich unter anderem an "direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen".

Mit der "Novemberhilfe" werden Zuschüsse gewährt, die 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes von November 2019 betragen und das bis zu einer Obergrenze von einer Million Euro, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens dies nach EU-Recht zulässt.

Konkret auf den FCE angewandt würde dies Folgendes bedeuten: Die Veilchen könnten unter anderem das kommende Geisterspiel gegen Darmstadt 98 geltend machen. Es ist das einzige Heimspiel im November.

Rund 150.000 Euro entgehen dem Verein bei komplettem Zuschauerausschluss wegen fehlender Ticketing- und Catering-Erlöse pro Spieltag, hatte FCE-Geschäftsführer Michael Voigt vor zwei Wochen gegenüber TAG24 vorgerechnet. Noch nicht eingerechnet sind die Fleischtöpfe VIP- und Hospitality.

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt überlegt, ob er für den Verein Novemberhilfe beantragt.
FCE-Geschäftsführer Michael Voigt überlegt, ob er für den Verein Novemberhilfe beantragt.  © picture point/Sven Sonntag

Die entgangenen Einnahmen würde man sich gern zurückholen. Voigt: "Wir sind eines von vielen Unternehmen, denen die Krise zusetzt. Deshalb setzen wir uns intensiv mit einem Antrag auf Novemberhilfe auseinander."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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