Krügers Blitz-Tor und 75 Minuten Überzahl reichen dem FC Erzgebirge Aue nicht zum Sieg

Aue - Der FC Erzgebirge Aue konnte eine 75-minütige (!) Überzahl gegen Holstein Kiel nicht in einen Sieg ummünzen. Die mit offiziell erlaubten 500 Zuschauern ausverkaufte Partie im Erzgebirgsstadion endete 1:1 (1:1).

Florian Krüger (m.) trifft zum 1:0 und jubelt mit Louis Samson und Tom Baumgart (r.).
Florian Krüger (m.) trifft zum 1:0 und jubelt mit Louis Samson und Tom Baumgart (r.).  © picture point/Sven Sonntag

Dabei brannte Aue in den ersten zehn Minuten ein Offensivfeuerwerk ab und kann 2:0 oder 3:0 führen. Tom Baumgart, der für den rotgesperrten Calogero Rizzuto in die Partie kam, legte an den Fünfer zu Florian Krüger. 

Der Ball war leicht in den Rücken gespielt, aber den U21-Nationalspieler kümmerte das nicht. Mit der rechten Hacke spitzelte er das Zuspiel ins lange Eck - 1:0 (2.). Wahnsinn!

Fast alles lief über den emsigen Krüger, der wie aufgezogen spielte und nur zwei Minuten später seinen zweiten Treffer auf dem Fuß hatte. 

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Störche-Keeper Ioannis Gelios behielt im Eins-gegen-Eins die Oberhand. So auch gegen Pascal Testroet, der nach Krüger-Solo zentral zum Zug kam (7.).

Aue rannte an und lief ins offene Messer. Jannik Dehm stahl sich im Rücken von Sören Gonther davon, lief durch und legte quer auf Janni Luca Serra. 

Steve Breitkreuz grätschte dazwischen und ins eigene Netz - 1:1 (9.). Kaum waren die Gäste drin im Spiel, kegelten sie sich selbst wieder heraus. Phil Neumann verpasste John Patrick Strauß Höhe der Mittellinie einen Ellenbogencheck. 

Schiedsrichter Florian Badstübner, gebürtig aus Rodewisch im Vogtland, beließ es zunächst bei Gelb, korrigierte sich nach Videobeweis und zückte Rot (15.).

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Aue kann Geduldsspiel nicht für sich entscheiden

Hauke Finn Wahl (l.) im Zweikampf mit Aues Pascal Testroet.
Hauke Finn Wahl (l.) im Zweikampf mit Aues Pascal Testroet.  © picture point/Sven Sonntag

Der Kumpelverein setzte nun auf kontrollierte Offensive und Coach Dirk Schuster stellte später von 3-5-2 auf 4-4-2 um. 

Der Gegner wurde beschäftigt, ohne gleichzeitig in noch so einen Konter zu laufen.

Vorne sah es bis zum Strafraum gut aus, doch die Abschlüsse! Schüsse von Clemens Fandrich oder Philipp Riese landeten im Fangnetz, Testroet agierte bisweilen zu umständlich. 

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Die beste Gelegenheit ergab sich durch eine verunglückte Kopfballabwehr eines Kielers, die Gelios aus dem Eck kratzte (61.).

Mit der Zeit wurde es zu einem echten Geduldsspiel, das Aue nicht für sich entscheiden konnte.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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