Letzter! Aue-Spieler Gonther weiß aus Erfahrung, wie es aus dem Keller geht

Aue - Der schwächste Saisonstart aller Zweitligazeiten mit drei Punkten und Platz 18 ist es nicht. Den gab es 2014/15. Da hatte der FC Erzgebirge Aue nach fünf Spielen genau null Punkte - inklusive Trainerwechsel von Falko Götz (59) zu Tommy Stipic (42). Das Ende der Saison ist bekannt und soll sich nicht wiederholen. Einer, der solch eine schwierige Situation gemeistert hat, ist Sören Gonther (34).

Sören Gonther (34) hat in seiner Laufbahn schon alles erlebt, auch Platz 18 ist ihm nicht fremd. Sich aus dem Keller zu arbeiten, hat er aber immer geschafft.
Sören Gonther (34) hat in seiner Laufbahn schon alles erlebt, auch Platz 18 ist ihm nicht fremd. Sich aus dem Keller zu arbeiten, hat er aber immer geschafft.  © picture point/Sven Sonntag

In Aue hat man sich längst daran gewöhnt, dass der Verein nichts mit dem Abstieg zu tun hat. Vier Jahre lang machte der FCE einen großen Bogen um die "Rote Laterne".

Letztmals war er nach dem 2. Spieltag 2017/18 Letzter, damals musste Thomas Letsch (53) gehen, als er auch noch das Pokalspiel in Wiesbaden 0:2 verlor.

Nun leuchtet es wieder rot im Gebirge!

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Aber einer der momentanen Protagonisten beschwört die Zeit. "Wir sind mit einem beschissenen Gefühl in die Länderspielpause gegangen, gar keine Frage", sagte Gonther nach dem 0:3 in Kiel.

"Nichtsdestotrotz haben wir jetzt erst den fünften Spieltag. Es ist noch nichts passiert. Und so werden wir es in Zukunft auch angehen", so der 34-Jährige.

Wenn Routinier Gonther sagt, "es ist noch nichts passiert", dann wird er an seine Zeit beim FC St. Pauli zurückdenken und an die Saison 2016/17. Damals erlebten die Kiez-Kicker solch eine Situation, waren von Beginn an im Keller gefangen. Zur Halbserie waren die Hamburger mit elf Punkte Letzter - noch hinter Aue mit 13 Zählern.

Gonthers Erfahrung: Ruhig bleiben

Das Ende vom Lied? St. Pauli holte in der Rückrunde 34 Punkte und wurde Siebter. Aue als Vorletzter zur Hinrunde wurde noch 14., Bielefeld als 16. sprang noch einen Platz nach vorn. Keiner der drei Schlusslichter ging also runter.

Gonthers Erfahrung sagt daher: Ruhig bleiben.

Dass etwas passieren muss, weiß der Altmeister aber auch: "Wir müssen es in beide Richtungen konsequenter machen", bringt er es auf den Punkt.

Vorn effektiver, hinten mit mehr Dichtungskitt in den Fugen - dafür ist Gonther mit verantwortlich.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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