Mit neuem Optimismus: Aue will beim KSC den Bock umstoßen

Aue - Marc Hensel (35) ist am Samstag zum dritten Mal beim FC Erzgebirge Aue in der Verantwortung. Folgt der Last-Minute-Niederlage in Regensburg (2:3) und dem Last-Second-Remis gegen den Hamburger SV (1:1) nun ein Last-Minute-Dreier?

Zeiten, in denen Dimitrij Nazarov (31) noch Elfmeter gegen Martin Männel (33) schoss. Am 14. November 2014 erzielte er das 1:0-Siegtor für den KSC gegen Aue.
Zeiten, in denen Dimitrij Nazarov (31) noch Elfmeter gegen Martin Männel (33) schoss. Am 14. November 2014 erzielte er das 1:0-Siegtor für den KSC gegen Aue.  © picture point/Sven Sonntag

"Das würde ich sofort unterschreiben", lacht der 35-Jährige. Das würde zwar erneut an die Nerven gehen, aber diesmal im positiven Sinne.

Positiv ist überhaupt das Stichwort derzeit beim FC Erzgebirge. Bei den Veilchen hat neuer Optimismus Einzug gehalten. Nachdem die Trainerfrage geklärt ist, sind jetzt Punkte gefragt.

Im Auswärtsspiel gegen den Karlsruher SC will der noch sieglose Tabellenvorletzte den ersten Dreier landen. "Dafür haben wir in der Länderspielpause hart und fleißig gearbeitet", sagte Kapitän Martin Männel (33).

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Auf die guten Ansätze in den Spielen gegen Regensburg und den Hamburger SV will das Trainergespann Marc Hensel und Carsten Müller (50) aufbauen. "Wir haben viel im spieltaktischen Bereich gearbeitet, aber auch mit dem Ball. Ich bin guter Dinge, dass das in Karlsruhe auch funktioniert", sagt Teamchef Hensel.

Er hofft, dass das Spielglück nun auch mal aufseiten der Auer ist. "Aber das müssen wir erarbeiten, erzwingen. Und das geht nur, wenn wir alle mit dem Kopf in Karlsruhe sind, mit dem Herzen, mit dem Körper und voller Leidenschaft", sagte der Teamchef.

Aue weiß, dass der KSC kein einfacher Gegner ist

Kennen und schätzen sich: Aue Teamchef Marc Hensel (35, l.) und KSC-Trainer Christian Eichner (38).
Kennen und schätzen sich: Aue Teamchef Marc Hensel (35, l.) und KSC-Trainer Christian Eichner (38).  © picture point/Sven Sonntag

Ähnlich sieht es Dimtrij Nazarov (31), der selbst zwischen 2013 und 2016 insgesamt 77 Spiele für den KSC absolviert hat. Im November 2014 schoss er Karlsruhe sogar zum 1:0-Sieg über den FCE: "Wir sind auf dem aufsteigenden Ast. Das kann man nach den letzten Spielen so sagen", erklärt der 31-Jährige.

"Es hat immer ein kleines bisschen was zum Sieg gefehlt. Ich hoffe, das haben wir uns in den letzten zwei Wochen erarbeitet. Wir sind heiß auf den ersten Saisonsieg."

In Aue weiß man, was auf das Team zukommt. Der KSC habe eine sehr positive Entwicklung genommen. Trainer Christian Eichner (38) sei ein sehr akribischer Arbeiter, der den Club zu einer der ballbesitzstärksten Mannschaften gemacht habe, lobte Hensel den Gegner.

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"Seit er am Ruder sitzt, geht es für den KSC in die richtige Richtung. Das ist keine graue Maus mehr, sondern eine richtig gute Zweitliga-Mannschaft", so Hensel. Am Samstag will er aber zeigen, dass dies auch bei Aue der Fall ist.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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