Nach Allerweltszweikampf bei Aue gegen Osnabrück: Ihorst wird zum Lama - Rot!

Aue - Es läuft für John Patrick Strauß! Bisher ist das neue Jahr das des Abwehrmanns des FC Erzgebirge Aue. Eintracht Braunschweig trieb er zum Auftakt mit drei Rettungstaten zur Verzweiflung, hatte mit seiner vorzüglichen Abwehrarbeit maßgeblichen Anteil am 3:1-Sieg. Am Freitagabend betätigte er sich dagegen als Knipser, köpfte den FCE beim VfL Osnabrück zum 1:0. Es war die Aktion der Partie.

Nach diesem ganz normalen Zweikampf zwischen John Patrick Strauß (r.) und Luc Ihorst rastete der Osnabrücker total aus, hakelte zunächst nach und spuckte dann auch noch in Richtung seines Auer Kontrahenten.
Nach diesem ganz normalen Zweikampf zwischen John Patrick Strauß (r.) und Luc Ihorst rastete der Osnabrücker total aus, hakelte zunächst nach und spuckte dann auch noch in Richtung seines Auer Kontrahenten.  © picture point/Sven Sonntag

Zu seinem Leidwesen war Strauß auch an der hässlichsten Szene des Abends beteiligt, aber vollkommen unverschuldet.

In der Nachspielzeit gab es ein typisches Mittelfeldgeplänkel zwischen Osnabrücks Luc Ihorst und dem Torschützen. Ihorst hakelte nach, traf Strauß in der Kniekehle.

Doch dabei beließ es der 20-Jährige nicht. Er raunte Strauß an - und spuckte in Richtung seines Kontrahenten. Schiedsrichter Alexander Sather (Grimma) stand direkt daneben und zückte sofort Rot. Eine niederträchtige Aktion von Ihorst, auch wenn der sich am Samstag beim Auer schriftlich entschuldigte.

Strauß ging nach der Partie nur kurz auf die widerliche Szene ein. Danach widmete er sich der Spielanalyse, die weitaus mehr Beachtung verdient hat: "Als Team haben wir von der ersten Minute an sehr stark agiert, standen defensiv stabil und haben offensiv immer Akzente gesetzt."

In der ersten Viertelstunde waren diese besonders zielstrebig. Zunächst scheiterte Dimitrij Nazarov noch aus der Distanz, dann legte er mustergültig für "Kopfballungeheuer" Strauß auf. "Von 'Dima' kommt die Maßflanke und ich muss nur noch den Kopf hinhalten", so Strauß.

Schiri Alexander Sather zeiget dem VfL-Lama sofort die Rote Karte.
Schiri Alexander Sather zeiget dem VfL-Lama sofort die Rote Karte.  © picture point/Sven Sonntag

Aue-Coach Dirk Schuster lobt seine Männer: "Es war eine Reaktion auf Paderborn und Düsseldorf"

Aber es machte den Unterschied, auch weil die Veilchen vorn einiges liegen ließen. Keine klaren Chancen, aber vielversprechende Angriffe.

"Ich bin nur unzufrieden mit den Umschaltsituationen, die wir schlampig hergeschenkt haben und so nicht eher den Deckel draufmachen, sondern bis zum Schluss zittern mussten", hatte Coach Dirk Schuster wenig zu kritisieren: "Es war eine Reaktion auf Paderborn und Düsseldorf bei der Balance zwischen Defensivverhalten und Spiel nach vorn. Die Mannschaft hat unsere Vorgaben mit Bravour erledigt."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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