Nach Begegnung mit Superstar Ronaldo: Aues Unglücksrabe Carlson wieder voll da

Aue - Das war sportlich! 13 Uhr landete Dirk Carlson (23) vom FC Erzgebirge Aue am Donnerstag in Dresden. Er kam aus Portugal, wo er am Mittwochabend mit seinem Heimatland Luxemburg auf den Ex-Europameister um Cristiano Ronaldo (36) traf.

Dirk Carlson (23, l.) spielte in der WM mit Luxemburg gegen Portugal - und der Auer dabei direkt gegen Cristiano Ronaldo (36). Der Superstar ließ seinen Kontrahenten natürlich mehrfach alt aussehen - wie hier, wo er Carlson einfach davonrennt.
Dirk Carlson (23, l.) spielte in der WM mit Luxemburg gegen Portugal - und der Auer dabei direkt gegen Cristiano Ronaldo (36). Der Superstar ließ seinen Kontrahenten natürlich mehrfach alt aussehen - wie hier, wo er Carlson einfach davonrennt.  © dpa/Joao Matos

Vom Flughafen in Klotzsche ging es nach Aue, 15 Uhr war Training. Am Samstag geht es für den 23-Jährigen in seine alte Heimat zum Karlsruher SC. Dort soll mit Carlson der erste Saisondreier gelingen.

Der Mittwochabend war für den Unglücksraben aus dem HSV-Spiel ein Höhepunkt in seiner Laufbahn.

Er verlor mit seiner Truppe zwar 0:5, durfte aber im direkten Duell gegen Ronaldo spielen. Wer kann das als Zweitligaspieler schon von sich behaupten?

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Der portugiesische Superstar traf zwar dreimal, zweimal jedoch vom Punkt. "Ich habe die ganze Zeit über mit Dirk Kontakt gehalten, wir haben auch nach dem Spiel telefoniert. Ich denke, ihm hat die ganze Länderspielreise gutgetan. Dirk hat mal andere Bilder gesehen, hat das positiv aufgefasst. Es ist ein Erfahrungsschatz, dem ihm keiner nehmen kann", so Aues Teamchef Marc Hensel (35).

"Das wird sicher auch nochmal Thema in der Kabine sein. Aber dann geht es auch für ihn darum, was in Karlsruhe passiert. Er ist hier angestellt, jetzt geht es um Aue", will sich Hensel nicht länger mit dem Erlebnis Ronaldo beschäftigen.

In Karlsruhe muss für Aue der erste Sieg her

Marc Hensel (35) blickt konzentriert auf das Spiel gegen Karlsruhe am Samstag und baut auf einen Sieg.
Marc Hensel (35) blickt konzentriert auf das Spiel gegen Karlsruhe am Samstag und baut auf einen Sieg.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Für Luxemburg spielt Carlson in der Innenverteidigung, beim FC Erzgebirge beackerte er gegen Hamburg die linke Seite der Viererkette. Das wird er auch am Samstag in Karlsruhe machen.

Daran ließ der Teamchef keinen Zweifel, daran ändert auch Carlsons in letzter Sekunde gegen Hamburg nichts, denn bis dahin war er mit der beste Mann auf dem Platz.

Carlson ist in der Vorbereitung auf die Partie im Wildpark wichtig für Hensel. Er und Babacar Gueye (26) haben im Vorjahr noch für den KSC unter Trainer Christian Eichner (38) gespielt, kennen dessen Handschrift.

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"Wir sind im permanenten Austausch, werden darüber nochmal sprechen, klar. Aber in erster Linie geht es darum, wie wir in Karlsruhe auftreten", so Hensel. Und dieser Auftritt soll den ersten Sieg bringen.

Titelfoto: dpa/Joao Matos

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