Nächste Aue-Pleite! FC Erzgebirge verliert auch beim KSC

Karlsruhe - Der Zug fährt weiterhin unaufhaltsam Richtung Bahnhof 3. Liga. Auch beim Karlsruher SC konnte der FC Erzgebirge Aue das Ruder nicht herumreißen, bleibt weiterhin ohne Sieg. Im Badener Land gab es vor 11.500 Zuschauern ein 1:2 (0:0). Vorn zu dürftig, hinten mit zwei Fehlern.

Antonio Jonjic (l.) versucht die Pille vor Karlsruhes Abwehrkante Daniel Gordon abzuschirmen.
Antonio Jonjic (l.) versucht die Pille vor Karlsruhes Abwehrkante Daniel Gordon abzuschirmen.  © picture point/Sven Sonntag

Teamchef Marc Hensel wechselte gegenüber dem 1:1 gegen den HSV zweimal: Sam Schreck spielte erstmals überhaupt von Beginn an, er ersetzte den rotgesperrten Soufian Messeguem. Zudem lief Nicolas Kühn für Patrick Strauß auf.

Was die defensive Arbeit gegen Ball und Gegner betraf, machte es Aue vorzüglich. Die Veilchen zerstörten das Spiel des Gastgebers wirkungsvoll. Die Auer waren nah am Mann, gingen den Zweikämpfen nicht aus dem Weg.

Das beeindruckte den KSC, der nicht in die Partie fand, den Gästen gerade im Umschaltspiel massig Platz bot. Richtig nutzen konnten das die komplett in Weiß spielenden Erzgebirger nicht. Die unzähligen Abspielfehler (Passquote zur Pause: nur 71 Prozent) verhinderten dies. Hier etwas mehr Effektivität hätte gutgetan.

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Die besseren Chancen hatte Aue dennoch. Kühn nutzte einmal diesen Platz, sprintete auf rechts von der Mittellinie los, scheiterte erst an den Beinen von KSC-Keeper Marius Gersbeck (16.). Zwei Minuten später bediente Antonio Jonjic Sturmkollegen Babacar Gueye, der aus der Drehung abzog. Es gab zwar Abstoß, aber ohne Gersbecks Fingerspitzen hätte das Ding gesessen. Muss du halt trotzdem machen.

Es ging mit einem 0:0 in die Pause. Aus dieser kam der FCE faktisch mit dem 0:1, weil er zu lange am Tee nippte. Ben Zolinski verlor fünf Metern vorm Strafraum gegen zwei Karlsruher leichtsinnig den Ball. Danach konnte es Aue nicht mehr verteidigen.

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Aue-Keeper Martin Männel musste gegen den Karlsruher SC zweimal hinter sich greifen und die nächste Niederlage einstecken.
Aue-Keeper Martin Männel musste gegen den Karlsruher SC zweimal hinter sich greifen und die nächste Niederlage einstecken.  © picture point/Sven Sonntag

Nach einer Flanke nahm Fabian Schleusener entspannt die Kugel runter, drehte sich um seine eigene Achse und schoss ein - 46 Sekunden waren da gespielt. Ungünstig!

Den Schock verdaute Aue lange nicht. Es wurde jetzt mehr reagiert als selbst agiert. So fiel dann auch das 2:0 für den Gastgeber (67.). Philip Heise setzte sich gegen drei Veilchen durch, passte in die Mitte. Philipp Hofmann nahm es gegen zwei weitere Auer auf, Gaetan Bussmann fälschte dessen Schuss noch leicht ab.

Der FCE kam aber nochmal. Der eingewechselte Omar Sijaric war auf und davon, wurde von Gersbeck vorm Sechzehner abgeräumt (80.). Der Keeper sah Rot.

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Drei (!) Minuten später folgte der Freistoß, den Anthony Barylla versenkte. Tolles Tor und der erste direkte Auer Freistoßtreffer seit Jan Hochscheidt beim 5:0 in Fürth im Dezember 2018!

Jetzt waren die Gäste da. Nur 60 Sekunden später hatte der ebenfalls eingewechselte Sascha Härtel den Ausgleich auf den Fuß, blieb aber am Fuß von Marco Thiede hängen. Trotz sechs Minuten Nachspielzeit gelang das 2:2 nicht.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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