Nichts Neues! Aue lässt sich beim Trainer viel Zeit

Aue - Es ist Juni. In zwei Wochen beginnt beim FC Erzgebirge Aue die neue Saison mit dem Trainingsauftakt. Die ersten drei Neuzugänge sind mit Anthony Barylla (24, Saarbrücken), Ramzi Ferjani (20, FC Nitra) und Soufiane Messequem (20, Wolfsburg U23) bereits vorgestellt. Doch der neue Trainer lässt weiter auf sich warten.

Da hatten sie sich noch lieb: Dirk Schuster (53), im Mai 2018 Darmstadt-Coach, und Aue-Boss Helge Leonhardt (62). Mittlerweile haben sich die Wege wieder getrennt.
Da hatten sie sich noch lieb: Dirk Schuster (53), im Mai 2018 Darmstadt-Coach, und Aue-Boss Helge Leonhardt (62). Mittlerweile haben sich die Wege wieder getrennt.  © imago images/Eibner

Schaut man in die Vergangenheit, als Aue nach Saisonende ebenfalls einen Nachfolger auf der Trainerbank suchen musste: Es ist nicht Neues, dass sich die Vereinsverantwortlichen um Präsident Helge Leonhardt Zeit lassen. Schnellschüsse, so sagt der 62-Jährige immer wieder, will er nicht. Der kommende Coach wird vorher auf Herz und Nieren geprüft.

2015 ging es relativ schnell. Am 26. Mai, zwei Tage nach dem Abstieg, verkündete Tomislav Stipic (41) seinen freiwilligen Abgang. Nachfolger Pavel Dotchev (55) betrat am 4. Juni die Bühne im Erzgebirge.

Zwei Jahre später schaffte Domenico Tedesco (35) mit einem atemberaubenden Schlussspurt am 21. Mai 2017 die nicht mehr für möglich gehaltene Rettung. Er ging eine Woche später nach Schalke. Und dann dauerte es über drei Wochen, bis weißer Rauch aufstieg.

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Thomas Letsch (52) wurde an einem Sonntag vorgestellt - der 18. Juni war es. Er blieb nur 57 Tage, auf ihn folgte Hannes Drews (39). Der heutige Co-Trainer des HSV schaffte in der Relegation den Klassenerhalt am 22. Mai 2018. Drei Tage später gab er erschöpft auf. Wieder dauerte es knapp drei Wochen, dann kam Daniel Meyer (41). Er wurde am 14. Juni präsentiert.

Die Trennung von Dirk Schuster (53) wurde offiziell am 28. Mai bekanntgeben. Mal schauen, wie lange es diesmal dauert, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Titelfoto: imago images/Eibner

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