"Schwung in Verein mitnehmen!": Aue-Kicker Messeguem tankt Kraft beim DFB

Aue - Wenn einer eine Reise tut, läuft er auch mal im fremden Revier auf. Soufiane Messeguem (20) vom FC Erzgebirge Aue weilte bis Montag bei der deutschen U20-Nationalelf.

Aues Soufiane Messeguem (20, r.) beim Spiel der "U20" des DFB in Liberec gegen Tschechien. Da spielte von Beginn an.
Aues Soufiane Messeguem (20, r.) beim Spiel der "U20" des DFB in Liberec gegen Tschechien. Da spielte von Beginn an.  © imago images/Matthias Kern

Mit der siegte der Mittelfeldspieler letzten Donnerstag in Jablonec gegen Tschechien (2:0). Am Montag folgte das 1:1 gegen Norwegen in Zwickau. Für Auer eher ein schwieriges Terrain.

"Ich kann mich an kein Länderspiel erinnern, dass nur 25 Minuten um die Ecke war", nimmt es Messeguem (20) mit Humor: "Das ist schon sehr komfortabel."

Während die Auer Kollegen durch vier trainingsfreie Tage die Schlappen gegen Sandhausen (1:3) und Kiel (0:3) aus den Kleidern schütteln konnten, tat es der 20-Jährige während der Länderspielreise.

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Messeguem: "Die Länderspielpause tut uns allen gut. Die Jungs hatten Zeit, den Kopf freizubekommen und das Ganze aufzuarbeiten. Für mich gilt dasselbe und dazu, den Schwung in den Verein mitzunehmen."

Gegen Tschechien stand Messeguem in der Startelf, gegen Norwegen kam er nach 73 Minuten. Er sammelte insgesamt 98 Einsatzminuten. Wächst hier nach Florian Krüger das nächste Veilchen heran, das den Sprung in die "U21" schafft?

Soufiane Messeguem hat sich bei den Veilchen schnell etabliert

Am Montag in Zwickau gegen Norwegen wurde Soufiane Messeguem (20, r.) nach 73 Minuten eingewechselt. Für ihn machte Niklas Tauer (20, l) Platz.
Am Montag in Zwickau gegen Norwegen wurde Soufiane Messeguem (20, r.) nach 73 Minuten eingewechselt. Für ihn machte Niklas Tauer (20, l) Platz.  © picture point/Sven Sonntag

Für den 20-Jährigen eine schwierige Frage: "Ich muss im Verein und bei der Nationalmannschaft weiter Gas geben. Darauf konzentriere ich mich. Meine Leistung zu bringen, ist der ausschlaggebende Punkt für die Perspektive 'U21'."

Es wäre der zweite Sprung, den Messeguem packen würde. Der erste erfolgte im Sommer, als es von Viertligist Wolfsburg II. in die 2. Liga ging. "Der Unterschied war zugegeben in allen Belangen sehr groß. Das fängt beim Spieltempo an. Die Einzelspieler sind technisch viel besser, machen weniger Fehler. Dazu hat man selbst weniger Zeit mit dem Ball und muss gegen den Ball aufmerksamer sein", beschreibt Messeguem, was sich alles verändert hat.

Nicht zu vergessen der Saisonabbruch in der letzten Saison der Regionalliga Nord. Umso erstaunlicher, dass der Neuzugang sich unter Aleksey Shpilevski (33) sofort festspielte und bis auf den Auftakt gegen Nürnberg in jedem Pflichtspiel gesetzt war. Und sich bereits bei den Veilchen etabliert hat?

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"Ich tue mich schwer damit, von etabliert zu sprechen. Ich habe vor einem Dreivierteljahr noch Regionalliga gespielt. Fünf Einsätze machen aus mir noch keinen etablierten Zweitliga-Spieler. Ich gebe aber alles dafür, einer zu werden."

Titelfoto: imago images/Matthias Kern

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