Shpileuski oder Shpilevski? Egal! Aues neuer Coach ist aus Minsk

Aue - Der neue Trainer des FC Erzgebirge Aue steht fest. Nur wie er geschrieben wird, darüber streiten sich die Gelehrten. Im Kyrillischen wird er Aliaksei Shpileuski geschrieben. So ist es korrekt. Im Deutschen und Englischen: Aleksey Shpilevski - und so schreiben den 33-Jährigen aus Minsk auch die internationalen Medien. Er hat bis 2024 bei den Veilchen unterschrieben.

Wurde mit Qairat Almaty in Kasachstan Meister und blickt jetzt mit dem FC Erzgebirge in die Zukunft: Aleksey Shpilevski.
Wurde mit Qairat Almaty in Kasachstan Meister und blickt jetzt mit dem FC Erzgebirge in die Zukunft: Aleksey Shpilevski.  © Imago images

"Auf eure Belange kann ich da keine Rücksicht nehmen", lacht Präsident Helge Leonhardt (62) laut, als ihn TAG24 mit der Problematik konfrontiert.

Apropos Leonhardt: Für viele mag der Name Shpilevski eine Überraschung sein, doch wer sich die Auswahl der letzten Jahre anschaut, der erkennt das Beuteschema des Bosses: Jung, hierzulande noch relativ unbekannt, aber schon mit einigen Erfolgen. Das war bei Domenico Tedesco (35), Hannes Drews (39) und Daniel Meyer (41) so und ist es nun wieder. Der Neue wurde jetzt erst in Kasachstan mit Qairat Almaty Meister.

Ein Sprachhindernis gibt es nicht. Shpilevski kam im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. "Den Schritt habe ich meinem Vater zu verdanken, der uns mit seinem Engagement in Deutschland eine unglaubliche Zukunftsperspektive geboten hat", sagt der neue Aue-Coach auf transfermarkt.de.

Krise beim FC Erzgebirge Aue: Schoss das Team den Trainer ab?
FC Erzgebirge Aue Krise beim FC Erzgebirge Aue: Schoss das Team den Trainer ab?

"Mein Vater war selbst Profi bei Dinamo Minsk, die in der damaligen UdSSR-Liga eine besondere Mannschaft stellten. Mit Ende 20 ergab sich für ihn die Chance, zur SpVgg 07 Ludwigsburg (3. Liga damals) zu wechseln."

Sein Vater war später Berater von Aleksandr Hleb, sein Großvater gewann zwei Olympische Medaillen im Fechten.

Wirbelsäulenverletzung! Shpilevski musste seine Fußball-Laufbahn früh beenden

Shpilevski musste seine eigene Laufbahn früh beenden. Er zog sich mit 16 eine schwere Wirbelsäulenverletzung zu. "Ich spielte mit dieser Verletzung die "U17"-EM 2005, was zu schwerwiegenden Folgen führte. Davon konnte ich mich nie wieder erholen und entschied mich dazu, Trainer zu werden."

Das tat er. Erst im Nachwuchs der SG Großaspach, dann beim VfB Stuttgart und später bei RB Leipzig. Von dort ging er 2018 zum FC Brest in die erste belarussiche Liga, ein Jahr später nach Almaty, wurde dort Meister.

Jetzt hat er mit Aue Großes vor.

Titelfoto: Imago images

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