So viel kostet Aue ein Geisterspiel: Geschäftsführer sorgt sich um den Nachwuchs

Aue - Jetzt geht es für den Profifußball wieder ans Eingemachte! Ab 2. November werden die Zuschauer mindestens für einen Monat abermals aus den Stadien verbannt. Das hat weitreichende Folgen - auch für den FC Erzgebirge.

Nach jedem Geisterspiel muss FCE-Geschäftsführer Michael Voigt ein Minus von 150000 Euro verbuchen. Noch mehr Sorgen bereitet ihm aber die Zukunft des Nachwuchses angesichts des neuen Lockdowns.
Nach jedem Geisterspiel muss FCE-Geschäftsführer Michael Voigt ein Minus von 150000 Euro verbuchen. Noch mehr Sorgen bereitet ihm aber die Zukunft des Nachwuchses angesichts des neuen Lockdowns.  © Picture Point / Sven Sonntag

"Pro Geisterspiel entsteht unserem Verein ein Verlust in Höhe von 150.000 Euro", rechnet FCE-Geschäftsführer Michael Voigt vor. 

Den neuen Corona-Beschlüssen fällt auf jeden Fall die Heimpartie gegen Darmstadt (22.11.) zum Opfer. 

Gegen Kiel sind am Samstag dagegen nochmals 500 Zuschauer erlaubt.

Bislang hat sich der Kumpelverein unter anderem mittels Sparmaßnahmen bei der ersten Mannschaft und allen anderen Vereinsbereichen, wie z.B. der Geschäftsstelle, durch die Corona-Krise gehangelt.

Nun steht nach der Spielpause im Frühjahr der zweite Lockdown bevor. 

Um dafür gewappnet zu sein, steckt die Führungsetage die Köpfe zusammen. 

Alleine auf Hilfskredite, wie sie die Politik schon einmal aufgesetzt hat, können und wollen sie sich im Lößnitztal nicht verlassen. 

FC Erzgebirge Aue will ohne Millionen-Kredite auskommen

Gegen den 1. FC Heidenheim durften 500 "Veilchen"-Anhänger ins Stadion.
Gegen den 1. FC Heidenheim durften 500 "Veilchen"-Anhänger ins Stadion.  © Picture Point / Sven Sonntag

Voigt: "Wir müssen zusehen, wie wir vor allem Verluste minimieren und übrigbleibende Ausgaben bestreiten." 

Ligagegner Bochum entstand durch die Corona-Pandemie ein wirtschaftlicher Schaden von über neun Millionen Euro, wie der Verein jüngst auf seiner digitalen Mitgliederversammlung bekannt gab. 

Der Revierklub nahm deswegen bei der staatlichen KfW-Bank ein Darlehen in Höhe von sechs Millionen Euro auf.

In Aue wird dieser Weg (noch) nicht gegangen. "Bisher kommen wir ohne Kredite in dieser Größenordnung aus, wobei es auch bleiben soll. 

Schließlich wird damit nicht die Ursache bekämpft", gibt Voigt zu bedenken.

Ebenfalls Gedanken macht sich der FCE um die Auswirkungen auf den Nachwuchs. 

Voigt warnt: "Der komplette Trainingsbetrieb im Nachwuchsbereich und allen anderen Abteilungen kommt zum Erliegen und es wird viele weinende Gesichter geben."

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

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