Spiel gedreht! Erzgebirge Aue schießt den VfL Osnabrück in die Relegation

Aue - Der FC Erzgebirge Aue feiert dank Doppelpacker Dimitrij Nazarov (65./76.) ein versöhnliches Saisonende! Am letzten Spieltag holten sich die Lila-Weißen gegen den VfL Osnabrück nach deutlicher Steigerung in der zweiten Halbzeit ein 2:1 (0:1).

Jubel beim FCE: Erzgebirge Aue drehte einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg!
Jubel beim FCE: Erzgebirge Aue drehte einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg!  © Picture Point

Die erste Hälfte ging nicht nur aus Ergebnissicht an die Gäste, die aufgrund der prekären Ausgangslage im Abstiegskampf liefern mussten. Pascal Testroet hatte zwar die erste gute Aktion, sein unplatzierter Seitfallzieher aus elf Metern war aber eher etwas für die Galerie (23.).

Auf der Gegenseite legte sich "Freistoßexperte" Sebastian Kerk nach Foulspiel von Steve Breitkreuz an der linken Strafraumecke den Ball zu recht und fand in der schlecht postierten Vier-Mann-Mauer die Lücke zwischen Testroet und Florian Ballas.

Martin Männel streckte sich, kam mit den Fingern auch noch an den Ball heran, ohne ihn entscheidend ablenken zu können - 0:1 (25.).

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Osnabrück ging sofort aufs zweite Tor. Kerk zielte aus 18 Metern haarscharf am rechten Pfosten vorbei (27.).

Für Aue, das offensiv bis dahin wenig bewerkstelligt bekam, gab Florian Krüger mit einem Drehschuss über die Querlatte das nächste Lebenszeichen ab (31.). Bei dieser Szene knickte der 21-Jährige jedoch um und musste kurze Zeit später ausgewechselt werden.

Mannschaftsaufstellungen vom FC Erzgebirge Aue und VfL Osnabrück

FC Erzgebirge Aue spielt in der zweiten Halbzeit wie ausgewechselt

Aues Torwart Martin Männel (v.) konnte das Tor zum 0:1 nicht verhindern. Am Ende gelang dem FCE trotzdem noch ein starkes Comeback!
Aues Torwart Martin Männel (v.) konnte das Tor zum 0:1 nicht verhindern. Am Ende gelang dem FCE trotzdem noch ein starkes Comeback!  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Immerhin strafften sich die Veilchen wieder. Nach Flanke sank Ballas im Zweikampf mit VfL-Keeper Philipp Kühn zu Boden. Aue protestierte, doch Schiedsrichter Martin Petersen zeigte auch nach Video-Check nicht auf den Punkt (36.).

Die letzte Aktion vor dem Seitenwechsel gehörte dann nochmal den Gästen. Lukas Gugganig traf nach Kerk-Freistoß ans rechte Außennetz (45.+1.).

Aue wollte nochmal eine Reaktion zeigen und tat dies nach dem Seitenwechsel. Wie ausgewechselt zeigte sich die Elf von Interimscoach Marc Hensel in dessen vorerst letztem Spiel als verantwortlicher Trainer.

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Ben Zolinski ließ im Eins-gegen-eins mit Kühn noch das 1:1 liegen (63.), doch der Druck auf die Gäste nahm spürbar zu. Nach Eckball von Philipp Riese köpfte der eine Minute zuvor eingewechselte Nazarov zum Ausgleich - 1:1 (65.).

Und weil es im letzten Heimspiel sogar mit einem Dreierpack geklappt hatte, legte "Dima" gleich mal nach. Antonio Jonjic, ebenfalls neu in die Partie gekommen, steckte durch und Nazarov schlug zu - 2:1 (76.).

Titelfoto: Picture Point

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