Veilchen haben jetzt vier Tage frei! Aue nimmt sich eine kleine Auszeit

Aue - Es ist früh eingetreten, was viele schon vor dem Saisonstart befürchtet haben. Nach fünf Spieltagen hängt die Rote Laterne im Erzgebirge. Nach respektablem Start mit drei Remis in den ersten drei Partien des FC Erzgebirge Aue lief danach nichts mehr - 1:3 gegen Sandhausen, 0:3 in Kiel. Es gibt viel zu tun. Aber erst ab Donnerstag, die Profis haben jetzt nämlich vier Tage frei!

Aleksey Shpilevski (33) griff sich an den Kopf - in Kiel lief alles schief.
Aleksey Shpilevski (33) griff sich an den Kopf - in Kiel lief alles schief.  © dpa/Hendrik Schmidt

Das kündigte Trainer Aleksey Shpilevski (33) schon vor der Partie in Kiel an.

TAG24 fragte auf der Pressekonferenz nach dem 0:3 nach, ob das dabei bleibt, denn Zeit zu verlieren gibt es in der momentanen Situation keine.

"Ja, wir treffen uns am Donnerstag und werden dann Doppeleinheiten haben, definitiv. Ich habe den Jungs gesagt, auch wenn es schwerfällt, mit zwei Niederlagen in die Länderspielpause zu gehen, wir nehmen eine kleine Auszeit."

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Die vier Tage können nur gutgeheißen werden, wenn die Profis sie nutzen, um abzuschalten, sich zu besinnen, auf andere Gedanken zu kommen.

"Da müssen wir durch, das ist wirklich erst der Anfang, wir sind am Anfang des Prozesses. Wir wussten, dass es schwer wird. Wir mussten viele junge Spieler integrieren, die Neuen sind noch nicht eingespielt, sie haben noch Nachholbedarf", übt sich Shiplevski in Geduld und bittet um selbige.

Martin Männel (33, vorn) und seine Mannschaftskollegen klatschten trotz der Niederlage mit den Fans ab.
Martin Männel (33, vorn) und seine Mannschaftskollegen klatschten trotz der Niederlage mit den Fans ab.  © picture point/Sven Sonntag
Die Auer Spieler trauten sich kaum zu den mitgereisten Fans.
Die Auer Spieler trauten sich kaum zu den mitgereisten Fans.  © picture point/Sven Sonntag

Florian Ballas und Nicolas Kühn steigen wieder ein

FCE-Keeper Martin Männel (33) verhinderte mit Paraden wie dieser das totale Debakel.
FCE-Keeper Martin Männel (33) verhinderte mit Paraden wie dieser das totale Debakel.  © picture point/Sven Sonntag

Geduld ist aber ein Wort, dass selten zum Profi-Fußball passt. Das heißt, Zeit geben - und wer hat die schon? Für den 33-Jährigen war es schon vor der Partie "fünf vor Zwölf". Jetzt dürfte der große Zeiger noch ein Stück weiter nach rechts gerutscht sein. Es muss etwas passieren, aber was?

"Wir müssen an den Prozessen arbeiten, die Fehler analysieren, weiter an der Spielidee arbeiten", so Shpilevski auf die Frage. Von solch einer Spielidee war an der Ostsee nur sporadisch etwas zu sehen. Die langen, hohen Bälle auf Babacar Gueye war keine, weil der Stürmer zu oft auf sich allein gestellt war.

"Es kommen Spieler zurück. Florian Ballas und Nicolas Kühn fehlen uns, die steigen wieder ein. Dann haben wir die Mannschaft beisammen, können im Training die Sachen ansprechen und an ihnen feilen", so Shpilevski.

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Am besten nach den vier freien Tagen mit der großen Feile. Nach der Länderspielpause kommen Düsseldorf und Paderborn nach Aue. Das 3:8 im Mai gegen den SCP war das letzte Spiel von Dirk Schuster (53)...

Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt

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