Wegen Corona! Aues Nazarov sagt Länderspiele ab

Aue - Das ist konsequent! Dimitrij Nazarov verzichtet wegen der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Gefährdungslage auf die nächsten beiden Länderspiele mit der aserbaidschanischen Nationalmannschaft.

Dimitrij Nazarov jubelt für Aserbaidschan im WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland.
Dimitrij Nazarov jubelt für Aserbaidschan im WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland.  © dpa/Marius Becker

"Die aktuelle Situation ist schwierig, gerade mit den Flügen. Außerdem ist Aserbaidschan als Risikogebiet eingestuft", geht Nazarov auf die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts ein. 

Zurück in Deutschland hätte ihm eine Quarantäne geblüht. "Deshalb habe ich gemeinsam mit dem Nationaltrainer entschieden, diesmal zuhause zu bleiben."

Leicht fiel es "Dima" nicht. 

"Es wären zwei Spiele, eines in Baku gegen Luxemburg und dann noch auf Zypern gewesen. Aber Sicherheit geht vor. Im Oktober sind ja noch zwei Einsätze möglich und vielleicht hat sich die Lage bis dahin entspannt", hegt der 30-Jährige Hoffnungen auf ein schnelles Comeback in der aserbaidschanischen Auswahl.

Dass er aktuell nicht auf Länderspiel-Reise gehen kann, lässt sich außerdem noch etwas verschmerzen, weil Nazarov dadurch nix von der Saisonvorbereitung verpasst. 

Dimitrij Nazarov hat schon die erste DFB-Pokal-Runde im Kopf

Aue statt Auswahl: Dimitrij Nazarov (Nummer 10, rechts) bleibt bis zum Auftakt im Erzgebirge.
Aue statt Auswahl: Dimitrij Nazarov (Nummer 10, rechts) bleibt bis zum Auftakt im Erzgebirge.  © picture point/Sven Sonntag

Das ist viel wert, gerade dann, wenn der Kumpelverein in die heiße Phase eintaucht.

"Wir kommen immer besser rein und wollen die restliche Zeit bis zum ersten Pflichtspiel gegen Ulm nutzen, denn gegen die wird es nicht einfach", blickt Nazarov auf die erste Hauptrunde im DFB-Pokal eine Woche vorm Zweitliga-Start.

"Ich spiele schon ein paar Jahre im DFB-Pokal und bin dabei schon paar Mal gleich in der ersten Runde raus. Das wird eklig, weshalb es gut ist, den Underdog wie einen Zweitligisten anzusehen." Gegen Wacker Nordhausen hat das letztes Jahr geklappt. 

Dieses Jahr wäre ein Weiterkommen und die damit verbundenen Mehreinnahmen bei der angespannten Lage nochmal wichtiger.

Titelfoto: dpa/Marius Becker

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