Aue-Teamchef Hensel gegen Werder gesperrt: "Werde mein Verhalten reflektieren"

Aue - Marc Hensel (35) regte sich während und nach dem letzten Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 lauthals über die seiner Meinung nach einseitige Spielleitung von Schiedsrichter Robin Braun auf und sah den FC Erzgebirge Aue benachteiligt. Das mit Folgen! Aues Teamchef sah nach Abpfiff Gelb und ist für die Freitagspartie bei Werder Bremen gesperrt.

Marc Hensels (35) regte sich lauthals über die seiner Meinung nach einseitige Spielleitung von Schiedsrichter Robin Braun auf.
Marc Hensels (35) regte sich lauthals über die seiner Meinung nach einseitige Spielleitung von Schiedsrichter Robin Braun auf.  © imago images/Jan Hübner

Denn es war Hensels vierte Verwarnung. Gelb sah der 35-Jährige zuvor bereits auf Schalke, gegen Hamburg und Ingolstadt.

"Das ist ärgerlich, weil es unnötig war. Ich bin nach Spielende zum Schiedsrichter und habe ihm meine Meinung zu seiner Leistung gesagt und dass ich drei Minuten Nachspielzeit angesichts all der Unterbrechungen in der zweiten Halbzeit als zu kurz empfand. Das war wie immer sachlich vorgetragen, muss ich aber künftig versuchen, anders zu lösen", ist Hensel zerknirscht.

Da kam der Spieler Hensel durch, der zu seiner aktiven Zeit auch kein Kind von Traurigkeit war und es sich nicht nehmen ließ dem Unparteiischen die Meinung zu zeigen. Ein "aggressiver Leader", der emotionale Anführer mit klarer Kante.

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Hensel: "Zu denen wurden Maik Wagefeld, damals bei Dynamo, und ich bei Aue von den Schiris angesehen. Als Spieler ist es aber nochmal etwas anderes. Deswegen werde ich mein Verhalten reflektieren und versuche Schärfe aus der Debatte zu nehmen. Es bringt mir und der Mannschaft ja nichts, wenn man die Schiedsrichter gegen sich aufbringt. Das ist auf Dauer kontraproduktiv. Allerdings werde ich nach wie vor dazwischengehen, wenn ich das Gefühl habe, dass wir ungerecht behandelt werden."

Aues Teamchef Marc Hensel (35) sah nach Abpfiff Gelb und ist für die Freitagspartie bei Werder Bremen gesperrt.
Aues Teamchef Marc Hensel (35) sah nach Abpfiff Gelb und ist für die Freitagspartie bei Werder Bremen gesperrt.  © picture point/Sven Sonntag

In Bremen sind ihm selbst da die Hände gebunden, denn die Sperre zieht ein striktes Innenraumverbot nach sich.

Hensel darf also nur in die Mannschaftskabine und damit vor der Partie, in der Halbzeit und nach Abpfiff jeweils auf sein Team einwirken: "Während des Spiels werde ich auf der Tribüne sitzen und versuchen mich von dort aus einzubringen."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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