Trotz Geisterspiel gegen Düsseldorf: Aue-Fans im Erzgebirgsstadion

Aue - Wie kann das sein? Beim Heimspiel des FC Erzgebirge Aue gegen Fortuna Düsseldorf 0:3 (0:1) waren lautstarke Anfeuerungen von Aue-Fans zu hören!

Unfassbar! Etliche Aue-Fans verfolgten das Düsseldorf-Match am Samstag im Erzgebirgsstadion und feuerten ihre Mannschaft an.
Unfassbar! Etliche Aue-Fans verfolgten das Düsseldorf-Match am Samstag im Erzgebirgsstadion und feuerten ihre Mannschaft an.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Rund 50 fleißige Helfer aus der Fanszene hatten sich vor der Düsseldorf-Partie mächtig ins Zeug gelegt. Sie waren es auch, die im Erzgebirgsstadion auf der Gegentribüne mächtig Stimmung machten. Ihre lautstarken Anfeuerungen waren im Stadion selbst, aber auch bei der Live-Übertragung auf "Sky" deutlich zu hören.

Das sorgte angesichts der Corona-Auflagen bei manchem Außenstehenden für Stirnrunzeln, war aber mit dem Ligaverband abgestimmt, wie FCE-Geschäftsführer Michael Voigt (47) erklärt: "Es wurde Neuschnee angesagt. Im Erzgebirge können das binnen kurzer Zeit einige Zentimeter sein, weshalb wir der DFL mitgeteilt hatten, bis zu 50 Personen vorzuhalten, um den Platz umgehend beräumen zu können."

Geholfen hat es im Nachgang wenig. Was zählt, sind die Erkenntnisse, die Dirk Schuster (53) aus der Niederlage gewinnt. Zu brav und ohne Gier urteilte der FCE-Coach über die ersten 45 Minuten. Statt dem Gegner auf die Socken zu steigen, taten dies die Gäste mit Aue.

Aue-Coach Schuster nach Pleite gegen Fortuna Düsseldorf: "Habe mich verwechselt"

Nach dem Seitenwechsel nahm Aue den Kampf besser an. Schuster: "Wir schnüffelten etwas am Ausgleich, haben hinten auch relativ wenig zugelassen, sodass ein ausgeglichenes Spiel zustande kam."

Eines, in dem weiter kein Auer den Anschein machte, es als Torschütze auf die Anzeigetafel zu schaffen, weshalb Schuster reagierte. Was er später bereute. "Ich habe mich verwechselt", macht sich der 53-Jährige ehrlich.

Gemeint ist sein Doppelwechsel zur 65. Spielminute, als Jan Hochscheidt (33) für Ben Zolinski (28) und Calogero Rizzuto (29) für John Patrick Strauß (24) hineinkamen.

Schusters eigentliches Kalkül: "Wir wollten über die Außen Druck aufbauen und nach vorne Kreativität hinbekommen. Doch das ging nach hinten los und tat unserem Spiel ein bisschen einen Abbruch."

Titelfoto: Picture Point/ Sven Sonntag

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