"Zweikämpfer" Nazarov über Neuzugänge: "Egal wer kommt, er muss Aue leben"

Aue - Dimitrij Nazarov (31) kommt im System von FC Erzgebirge Aue-Coach Aleksey Shpilevski (33)eine tragende Rolle zu. Zwischen präzisen Pässen in die Spitze und vollem Einsatz gegen den Ball: Der 31-jährige Mittelfeldspieler war am Sonntag gegen St. Pauli vorne wie hinten präsent.

Dimitrij Nazarov (31, l.) und Martin Männel (33) bedanken sich bei den Fans.
Dimitrij Nazarov (31, l.) und Martin Männel (33) bedanken sich bei den Fans.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Der Trainer gibt mir das Vertrauen und die Freiheiten, damit ich mich in den gefährlichen Räumen aufhalten kann", mag Nazarov seine Position als Bindeglied zwischen Angriffsreihe und defensivem Mittelfeld.

Mit 16 (!) gewonnen Duellen Mann gegen Mann gegen Pauli war er Aues bester Zweikämpfer. Wer hätte ihm das vor zwei, drei Jahren zugetraut? Doch nicht nur "Dima" ging am Sonntag die "Extrameile".

Die Veilchen spulten mit 110,6 Kilometern fast vier Kilometer mehr als der Kiezklub ab und konnten auch nach der 70. Minute noch voll durchziehen.

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Letztes Jahr war das vor allem in der Rückrunde nicht immer gegeben.

Einen gewissen Anteil daran hatte auch der zwölfte Mann, wie Nazarov bestätigt: "Gerade in der zweiten Halbzeit, wo die Beine müder wurden, hat uns das nach vorne gepusht. Ich hoffe, dass gegen Sandhausen noch mehr kommen und wir das Stadion abreißen."

Nazarov: "Wir sind eine Gemeinschaft. Keiner hat Starallüren."

Hiergeblieben! Dimitrij Nazarov (31) hält Paulis Eric Smith mit allen Mitteln auf.
Hiergeblieben! Dimitrij Nazarov (31) hält Paulis Eric Smith mit allen Mitteln auf.  © Picture Point/Gabor Krieg

Eine emotionale Kehrtwende im Vergleich zum vergeigten Vorbereitungsspiel gegen den 1. FC Magdeburg (1:2).

"Vor drei Wochen war die Stimmung so, als sollten wir am besten gar nicht erst antreten. Ich habe damals schon gesagt, bleibt alle auf dem Boden, denn Vorbereitung ist was ganz anderes als Liga. So ist es auch gekommen und man sieht eine ganz klare Entwicklung", fühlt sich Nazarov im Nachgang bestätigt.

Dass Aue vorne trotzdem noch zulegen muss, ist klar wie Kloßbrühe. Doch es müsse auch passen, findet Nazarov: "Manchmal ist es besser, nicht die Namen aus der Bundesliga zu holen, die gemunkelt werden, denn die können auch viel von der Suppe kaputt machen. Wir sind eine Gemeinschaft. Keiner hat Starallüren, sondern jeder ist für den anderen da. Egal wer kommt, er muss Aue leben."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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