"Komisch und ungewohnt": Aue will nach kurzer Pause die Löwen jagen!

Aue - Training zu Silvester, Spieltagspressekonferenz am Neujahrstag um 13 Uhr. Danach eine Einheit auf dem Rasen. Sport am 1. Januar, das kennen die Fußballer in Deutschland nicht.

Ungewohnt, komisch und herausfordernd! FCE-Coach Dirk Schuster (53) kann trotz der kurzen Spielpause noch lächeln.
Ungewohnt, komisch und herausfordernd! FCE-Coach Dirk Schuster (53) kann trotz der kurzen Spielpause noch lächeln.  © picture point/Sven Sonntag

In dieser Saison ist alles anders, neu. "Das ist total komisch, völlig ungewohnt, noch nie so praktiziert", sagt Aues Cheftrainer Dirk Schuster (53) lachend dazu.

Aber er muss, am Sonntag wartet mit den Braunschweiger Löwen ein bissiger Gegner.

"Normalerweise um diese Jahreszeit hat man die gute, alte Winterpause, wo man vielleicht ein bisschen Skifahren geht, entspannt, ein bisschen relaxt. Das ist jetzt alles weggefallen. Aber wir wollen nicht jammern, wollen das als Chance sehen.

Wir haben das Privileg, unserem Beruf nachgehen zu dürfen. Ich glaube, dass sollten wir nie vergessen. Es gibt viele andere Berufe und Zweige, die ihren Job nicht machen dürfen aus vielerlei Hinsicht.

Da sind diese Nebengeräusche, ob wir Urlaub machen dürfen, ob wir jetzt Pressekonferenz am 1. Januar haben, ob wir Training zwischen Weihnachten und Neujahr haben, nicht wichtig. Das kann man wegstecken", sagt Schuster.

Gelingt nach kurzer Pause siegreicher Neustart ins Spielgeschehen?

Der 53-Jährige gibt aber auch zu, dass die kurze Punktspielpause von exakt zwei Wochen rein vom Trainingstechnischen her mit den Feiertagen eine Herausforderung war, "da es noch keine Erfahrungswerte gab".

Und weiter: "Wir haben der Mannschaft in den vier, fünf freien Tagen Inhalte mitgegeben, die sie abarbeiten sollten, was sie auch gemacht haben. Ich hoffe, dass sich die Mannschaft in einem sehr guter körperlichen Zustand zeigen kann", so der Coach.

Damit hatten aber alle Teams zu kämpfen, auch die Braunschweiger. Die haben zwar in dieser Saison in der Fremde noch nicht gewonnen, Schuster weiß aber, "dass harte Arbeit vor uns liegen wird". Die Eintracht sei von der Mentalität her richtig gut drauf.

"Braunschweig ist angekommen in der Liga. Uns ist nicht verborgen geblieben, dass der Gegner zum Ende der Spiele in den letzten Minuten brutal effektiv war, viele Tore geschossen und Spiele gedreht hat."

Darauf stellt er seine Mannen ein. Und eventuell hilft die kurze Pause ja auch. 2018, 2019 und 2020 ist Aue mit einer Niederlage im Januar gestartet, kam nicht gut aus einer langen Pause. Vielleicht ist wirklich alles neu und die Veilchen jagen und erlegen die Löwen nach dem diesmal nur kurzen Break.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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