Schwacher Elfer verhindert 1. FC Magdeburgs Pokal-Ausgleich: "Bin unfähig!"

Magdeburg - Es war ein deutliches Ergebnis, das auch ganz anders hätte ausfallen können! Das Aus im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt (0:4) liegt dem 1. FC Magdeburg vor allem aufgrund der Höhe schwer im Magen. Auch weil Kapitän Andreas Müller (22) den zwischenzeitlichen Ausgleich vergab, wofür er anschließend deutliche Worte fand.

Andreas Müller vergab in der 7. Minute vom Elfmeterpunkt, scheiterte an Kevin Trapp.
Andreas Müller vergab in der 7. Minute vom Elfmeterpunkt, scheiterte an Kevin Trapp.  © Imago / Jan Huebner

"Ich bin unfähig, den Ball aus elf Metern ins Tor zu schießen, hab mir was anderes vorgenommen und vogelwild geschossen." Mit dieser harten Selbstkritik trat der 22-Jährige ans ARD-Mikrofon.

Bitter auch: Ein 1:1 hätte die Begegnung vielleicht nicht so schnell auf die Seite der Hessen kippen lassen. Genügend Möglichkeiten auf weitere Tore gab es allemal.

"Wenn du hier in Führung gehst oder ewig die Null hältst, wird's schwierig für Frankfurt. So ist der Drops früh gelutscht", sagte Müller weiter.

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1. FC Magdeburg Ausgewechselt: Geisthardt ist neuer kaufmännischer Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg!

Auch Baris Atik (27), der die Magdeburger Gegner mit zahlreichen Toren und Vorlagen in der 3. Liga auseinander nahm und maßgeblich am Aufstieg beteiligt war, hatte am Montag nicht das nötige Spielglück.

Er war es, der sich den Ball für den durch Tuta (23) am gleichaltrigen Leonardo Scienza verursachten Elfmeter nahm, ihn aber letztlich Müller überließ.

"Ich hab mich bereit gefühlt. Aber wenn ein Spieler zu mir kommt und den schießen will, gebe ich den auch ab. Andi hat sich gut gefühlt, aber ihn nicht getroffen. Das ist nicht so schlimm. Wenn er das nächste Mal wieder den Ball will, bekommt er ihn auch. Der nächste sitzt", munterte Atik den 22-Jährigen auf.

Die technisch starke Offensivkraft hatte im Spiel nach überstandener Bänderzerrung in der ersten Halbzeit einen Tritt auf seinen Knöchel bekommen und wurde in der 70. Minute durch Neuzugang Ömer Beyaz (18) ersetzt. Die nächsten Tage werden zeigen, ob einem Liga-Einsatz gegen Holstein Kiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) etwas im Wege steht.

Effektiv und unterm Strich mühelos zog Eintracht Frankfurt in die 2. Pokalrunde ein.
Effektiv und unterm Strich mühelos zog Eintracht Frankfurt in die 2. Pokalrunde ein.  © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

FCM-Trainer Christian Titz: "... dann wär auch eine Hektik für den Gegner ins Spiel reingekommen"

Konnte mit dem 1. FC Magdeburg nicht für eine Überraschung sorgen: Trainer Christian Titz (51).
Konnte mit dem 1. FC Magdeburg nicht für eine Überraschung sorgen: Trainer Christian Titz (51).  © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Trainer Christian Titz (51) sah eine "verdiente Niederlage", die aufgrund der individuellen Überlegenheit für ihn völlig in Ordnung ging. "Sie waren uns im Umschaltspiel, in der Tiefe und in der Chancenverwertung klar überlegen", sagte der Aufstiegscoach, der mit zwei Pflichtspiel-Pleiten aus den ersten drei Partien in die neue Saison startet.

Titz: "Es hat uns gefehlt, wenn wir die Möglichkeiten hatten, die auch zu verwerten. Dann wären wir anders ins Spiel reingekommen, dann wär auch eine Hektik für den Gegner ins Spiel reingekommen."

Titelfoto: Imago / Jan Huebner

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