Erfurt nach Sieg gegen FC An der Fahner Höhe punktgleich mit Tabellenführer

Erfurt - Der FC Rot-Weiß Erfurt hat den fünften Sieg am Stück in der Oberliga Nordost-Süd eingefahren. Gegen Aufsteiger FC An der Fahner Höhe gewannen die Erfurter letztlich verdient mit 3:0 (2:0).

Der FC Rot-Weiß Erfurt konnte im Steigerwaldstadion den fünften Ligasieg in Folge feiern.
Der FC Rot-Weiß Erfurt konnte im Steigerwaldstadion den fünften Ligasieg in Folge feiern.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Erfurt nimmt so richtig Fahrt auf! 

Nach dem fünften Sieg in Folge sind die Thüringer punktgleich mit Tabellenführer Krieschow.

Im Vergleich zum 3:2-Auswärtssieg beim VFC Plauen vergangene Woche am Samstag nahm das Trainergespann aus Goran Miscevic und Manuel Rost am Sonntag lediglich eine Änderung vor: Patrick Aguilar Alvarez rotierte von der Ersatzbank in die Startelf und ersetzte Darius Amados. 

Bei den Gästen standen mit Jens Möckel und Maik Baumgarten zwei ehemalige RWE-Spieler auf dem Platz. Marc Fleischhauer, der erst vor zwei Wochen die Erfurter verließ, saß 90 Minuten auf der Bank. 

An einem freundlichen Wiedersehen mit ihren ehemaligen Spielern waren die Erfurter vor 2260 genehmigten Zuschauern jedoch nicht interessiert - und das machten sie auch deutlich. 

FC Rot-Weiß Erfurt: Hedy Chaabi wie einst Zinedine Zidane

Nach einer eher unspektakulären Anfangsphase ohne nennenswerte Torchancen setzten die Hausherren das erste Ausrufezeichen - und was für eines.

Hedy Chaabi pflückte einen Freistoß von Moulaye N'Diaye gefühlvoll mit dem linken Fuß aus der Luft und verzauberte danach alle mit einem Trick, den einst der große Zinédine Zidane bekannt gemacht hatte. 

Chaabi trat mit dem linken Fuß auf den Ball, drehte sich um 360 Grad, zog die Kugel mit rechts weiter und schoss das Leder trocken ins rechte untere Eck (11. Minute) - ein Traumtor. 

Bedirhan Sivaci hatte dann nach 25 Minuten die Möglichkeit zum 2:0. Nach einer schlechten Ballannahme von Torwart Sönke Schneider spritzte Artur Mergel dazwischen und spielte den Ball zu seinem 1,74 m großen Stürmer, der das Leder denkbar knapp am linken Pfosten vorbeischoss.

Danach wurde die Partie wieder ereignisarmer. RWE kontrollierte das Spiel und überzeugte mit einer reifen Spielanlage. An der Fahner Höhe hatte teilweise gute Kombinationen, aber die ganz großen Abschlüsse fehlten.

Kurz vor der Pause klingelte es dann zum zweiten Mal im Tor der Gäste. Nach einer geklärten Ecke im eigenen Strafraum vollendete Artur Mergel einen Bilderbuch-Konter zum 2:0 (43.).

FC An der Fahner Höhe vergibt Chance zum Anschluss: Carlo Preller jagt Elfmeter über Tor

Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es dann in den zweiten Durchgang. Fahner Höhe kam mutig aus der Kabine und hatte die erste Möglichkeit. Ibrahim El Hajj erlief einen tiefen Ball über links und flankte unbedrängt nach innen. Aus dem Rückraum schloss Maik Baumgarten ab. Sein Schuss traf allerdings nur einen Abwehrspieler am Kopf.

Die Gäste blieben dran und hatten den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Nach einem Foul zeigte Schiedsrichter Matthias Alm auf den Elfmeterpunkt (62.). 

Carlo Preller jagte den Ball jedoch deutlich über das Tor von Petzold.

Gegen Ende wird es zu deutlich für den FC Rot-Weiß Erfurt

Der vergebene Strafstoß schien dem Aufsteiger den Zahn gezogen zu haben. Auch wenn sie weiter bemüht waren, schafften sie es nicht, sich zwingende Möglichkeiten zu erspielen.

Erfurt war nicht mehr so zwingend wie im Halbzeit eins und erspielte sich weniger hochkarätige Gelegenheiten, aber setzte trotzdem den Schlusspunkt. Der eingewechselte Kevin Nsimba legte uneigennützig auf Artur Mergel ab. Dieser schob problemlos zu seinem Doppelpack ein.

Kommenden Samstag (14 Uhr) trifft RWE im zweiten Heimspiel in Folge auf den FC Oberlausitz Neugersdorf.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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