RWE siegt vor Gericht! Kein Pokalfinale zwischen Jena und Meuselwitz

Erfurt - Pokalentscheidung gekippt! Der FC Rot-Weiß Erfurt war mit seiner Klage vor dem Sportgericht des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) erfolgreich.

Carl Zeiss Jena und der ZFC Meuselwitz werden nicht am Finaltag der Amateure gegeneinander spielen. Der Rot-Weiß Erfurt hatte wie der FC An der Fahner Höhe gegen das Urteil geklagt. (Symbolbild)
Carl Zeiss Jena und der ZFC Meuselwitz werden nicht am Finaltag der Amateure gegeneinander spielen. Der Rot-Weiß Erfurt hatte wie der FC An der Fahner Höhe gegen das Urteil geklagt. (Symbolbild)  © Guido Kirchner/dpa

Nun also doch! Das Sportgericht des TFV hat die Entscheidung des Verbandsvorstandes vom 19. April, das Landespokalfinale zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem ZFC Meuselwitz auszutragen, einkassiert. Damit folgt man der Argumentation von RWE und dem FC An der Fahner Höhe. Beide Vereine waren gegen das Aus am grünen Tisch juristisch vorgegangen.

"Es wird unter Abweisung der Anträge im Übrigen festgestellt, dass der Beschluss des Vorstandes des Thüringer Fußball-Verbandes vom 19.04.21 nichtig ist und gegenüber den Antragsstellern keine Wirkung entfaltet und aufgrund seiner Nichtigkeit auch auf alle von diesem Beschluss Betroffenen keine Wirkung entfaltet", erklärte das Sportgericht unter Leitung von Bernd Kruse am Dienstag.

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie hatte der Vorstand des Verbandes in einer Videokonferenz Mitte April mit den 32 noch im Thüringenpokal befindlichen Vereinen mit großer Mehrheit beschlossen, dass das Finale der FCC und Meuselwitz bestreiten sollen.

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Der Verband begründete die Entscheidung damit, dass sich aktuell nur die beiden Regionalligisten im Mannschaftstraining befinden.

Nach dem nun gekippten Beschluss hat das Sportgericht den TFV damit beauftragt, eine neue Lösung zu finden.

RWE verkündet die Entscheidung auf Twitter

Kein Finaltag der Amateure mit Thüringer Beteiligung?

Der TFV kündigte am heutigen Mittwoch in einer Pressemitteilung an, das Urteil des Sportgerichts "zunächst einmal zu akzeptieren". Die Angelegenheit werde nun an den Spielausschuss übergeben. Im Anschluss werde man überlegen, ob gegen den Beschluss Berufung eingelegt wird, heißt es.

Gleichzeitig betonte der Verband aber auch, dass aufgrund der Corona-Pandemie und 32 im Wettbewerb verbliebenen Klubs im Landespokal eine andere Lösung als Beispielsweise im Ligabetrieb gefunden werden muss.

Verschiedene Verfahren wurden laut TFV diskutiert. Unter anderem auch das von Kläger Fahner Höhe favorisierte Losverfahren.

Der Verband stellte aber auch klar, dass es bei einem Losentscheid wahrscheinlich keinen Finaltag der Amateure mit Thüringer Beteiligung geben wird.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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