Krüger wieder weg! Die Chronologie der Chaos-Tage beim FC Rot-Weiß Erfurt

Erfurt - Nach nicht mal einem Monat: Robin Krüger (31) ist seit Mittwoch nicht mehr Trainer des FC Rot-Weiß Erfurt. Zur Trennung haben Verein und Ex-Trainer eine unterschiedliche Meinung. Was ist passiert? Die Chronologie der vergangenen Tage.

Manuel Rost (31, l.) wird am Samstag anstelle von Ex-Trainer Robin Krüger (31, r.) auf der Bank als Cheftrainer sitzen.
Manuel Rost (31, l.) wird am Samstag anstelle von Ex-Trainer Robin Krüger (31, r.) auf der Bank als Cheftrainer sitzen.  © Frank Steinhorst/Steinhorst-Pressefoto/dpa

Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Ligaspielen ist schon wieder Schluss. Robin Krüger und Rot-Weiß gehen wieder getrennte Wege. 

Der 31-Jährige kehrte erst Anfang August zurück in die Landeshauptstadt und sollte eine junge Mannschaft aufbauen und entwickeln. 

"Ich freue mich, Robin Krüger gewonnen zu haben. Er ist aus meiner Sicht die beste Lösung für den FC Rot-Weiß Erfurt. Wir hatten bereits eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit von November bis Januar, in der wir den FC Rot-Weiß Erfurt von einem Abstiegs- auf einen Nichtabstiegsplatz führen konnten", erklärte Investor Franz Gerber noch vor einem Monat.

Wie es zu der Trennung kam, ist sehr undurchsichtig. RWE veröffentlichte mehrere Statements, Krüger hat eine andere Meinung, wie alles abgelaufen sein soll. 

Die Chronologie.

1. September: Die Gerüchteküche brodelt

Am Dienstag, zwei Tage nach der 2:1 Niederlage beim SV Blau-Weiß Zorbau, kursierten die Gerüchte, Krüger sei nicht mehr Cheftrainer des Thüringer Traditionsvereins. 

RWE veröffentlichte daraufhin eine Stellungnahme auf Facebook und Twitter als Reaktion. Dort erklärte der Verein, man sei bezüglich der Gerüchte überrascht. Dazu stellte der Klub klar: "Robin Krüger wurde nicht freigestellt und ist weiterhin Cheftrainer des FC Rot-Weiß Erfurt." 

2. September: Grenzenlose Verwirrung

Nachdem der Dienstag noch relativ unspektakulär ablief, ging es am Mittwoch turbulent zu. Wieder waren Gerüchte um den 31-Jährigen im Umlauf. Von einer Kündigung und einer Degradierung als Co-Trainer des A-Lizenzinhabers wurde gesprochen. 

Auch hier reagierte RWE und schrieb in einem Statement: "Die Kündigung von Robin Krüger ist eine falsche Behauptung und entbehrt wahrheitsgemäßen Grundlagen und Geschehnissen. Eine Kündigung wurde weder mündlich noch schriftlich ausgesprochen. Auch die Behauptung, ihn zum Co-Trainer zu versetzen, ist falsch."

Der Verein teilte außerdem mit, dass in einem Gespräch von Geschäftsführung, Vereinsvertretern und dem Trainerteam beschlossen wurde, "die sportlichen Kompetenzen zu bündeln und im Team enger zusammenzurücken."

Nach Angaben des Klubs sei Krüger wohl nicht bereit gewesen, die präferierte Lösung mitzugehen und sei selbst zurückgetreten.

Ist Krüger tatsächlich zurückgetreten?

Ein paar Stunden später wurde es dann noch kurioser: Der Oberligist veröffentlichte eine weitere Nachricht und kündigte an, dass nach dem "überraschenden Rücktritt" von Krüger Co-Trainer Manuel Rost am kommenden Samstag gegen International Leipzig als Cheftrainer fungieren wird. 

Krüger selbst habe danach seinen Rücktritt wohl dementiert. Der 31-Jährige sei wohl auch am Mittwoch zum Training gefahren, um die Mannschaft zu trainieren. Wie es in der Angelegenheit weitergeht, ist noch nicht bekannt.

Robin Krüger ist jetzt der Trainer mit der kürzesten Amtszeit beim FC Rot-Weiß Erfurt. Bislang war Rudi Gores der Inhaber dieses unrühmlichen Rekords. Der ehemalige Bundesliga-Profi durfte 1997 nach sechs Wochen (ohne Pflichtspiel) wieder gehen. 

Titelfoto: Frank Steinhorst/Steinhorst-Pressefoto/dpa

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