Christian Gross übernimmt bei Schalke 04 und soll die Königsblauen vor dem Abstieg retten

Gelsenkirchen - Der Schweizer Christian Gross soll den FC Schalke 04 vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga bewahren. Der 66-Jährige unterschrieb einen Vertrag als Cheftrainer bis zum Saisonende. Das teilten die Königsblauen am Sonntag mit, nachdem über Weihnachten die letzten Details geklärt worden waren. Über die bevorstehende Verplichtung hatte auch TAG24 bereits vor Heiligabend berichtet.

Christian Gross (66) ist bereits der vierte Schalker Trainer in dieser Spielzeit.
Christian Gross (66) ist bereits der vierte Schalker Trainer in dieser Spielzeit.  © epa/dpa

"Für Schalke 04 geht es in den nächsten fünf Monaten ausschließlich darum, den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga zu schaffen. Christian Gross hat sowohl in Deutschland als auch in England bewiesen, dass er schwierige Missionen dieser Art erfolgreich gestalten kann", sagte Sportchef Jochen Schneider laut Clubmitteilung.

Der Tabellenletzte hat nach 13 Spieltagen in der Bundesliga bereits sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Gross wird laut Mitteilung von den bisherigen Assistenten Onur Cinel, Naldo, Matthias Kreutzer sowie Simon Henzler als Verantwortlichem für die Torhüter unterstützt. "Ich will den Ehrgeiz der Spieler in jeder Sekunde spüren. Wir brauchen in und um die Mannschaft herum eine positive Grundhaltung, um wieder erfolgreich zu sein", wurde der Schweizer in der Clubmitteilung zitiert.

Bereits vor Heiligabend hatte der Aufsichtsrat dem Wunsch von Schneider, Gross zu verpflichten, zugestimmt.

Beide kennen sich noch aus früheren gemeinsamen Zeiten beim VfB Stuttgart, wo Gross 2009 und 2010 arbeitete. Zuletzt war der Schweizer in Saudi-Arabien und Ägypten beschäftigt.

Mit diesem Posting begrüßt der FC Schalke 04 den neuen Trainer Christian Gross im Amt

David Wagner, Manuel Baum, Huub Stevens und nun Christian Gross: Schalke 04 hat 2020/21 bereits den vierten Trainer

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider (50) kennt Christian Gross aus gemeinsamen Zeiten beim VfB Stuttgart.
Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider (50) kennt Christian Gross aus gemeinsamen Zeiten beim VfB Stuttgart.  © Marius Becker/dpa

Am Montag soll Gross nun im Revier loslegen.

Das Schalker Team traf sich am Sonntag wieder zu Corona-Tests.

Schon am 2. Januar gibt Gross sein Schalke-Debüt mit dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC. Eine Woche später folgt die Heim-Premiere gegen Hoffenheim.

Gross ist nach David Wagner, der schon nach zwei Spieltagen gehen musste, Zehn-Spiele-Trainer Manuel Baum und Kurzzeit-Helfer Huub Stevens in dieser Saison schon der vierte Chef auf der Schalker Bank. Eigentlich hatte Gross seine Trainer-Karriere im Sommer bereits für beendet erklärt.

Sein bisher einziges Bundesliga-Engagement hatte Gross in Stuttgart. Die Schwaben steuerte er damals aus der Abstiegszone bis in die Europa League, musste aber nach einem Fehlstart in die neue Saison gehen. Schneider, der mit Baum bei der Trainerwahl bereits daneben lag, traut Gross die schwierige Rettungsmission zu.

"Christian Gross wird die Mannschaft mit klarer Linie und einer unmissverständlichen Erwartungshaltung auf den richtigen Weg bringen, davon sind wir überzeugt", erklärte Schneider.

Update, 27. Dezember 18:27 Uhr: Schalke-Trainer Christian Gross mit Hoffnung auf Neuzugänge im Winter

Der neue Schalke-Trainer Christian Gross hofft trotz der finanziell angespannten Lage beim Fußball-Bundesligisten auf Neuzugänge im Winter. "Es gibt natürlich immer Wünsche, wir versuchen das Optimum zu machen, was machbar ist", sagte der 66 Jahre alte Schweizer bei seiner Vorstellung am Sonntag. "Die finanzielle Lage ist offenbar sehr, sehr angespannt, aber der Verein ist bereit, alles zu machen, damit diese Mission gelingt." Er sehe vor allem auf den Außenbahnen Handlungsbedarf beim FC Schalke 04.

Laut "Bild" sind die Königsblauen an Offensiv-Spieler Marco Richter vom FC Augsburg interessiert. Der 23-Jährige soll ausgeliehen werden. Sportvorstand Jochen Schneider sagte zu möglichen Neuzugängen: "Wir wollen und werden alles tun, wozu wir in der Lage sind."

Gross erhält auf Schalke einen Vertrag bis zum Saisonende, könnte sich nach eigener Aussage im Falle des Klassenerhalts aber auch ein Engagement darüber hinaus vorstellen. "Die Frage stellt sich, wenn es soweit ist. Ich habe noch sehr viel Energie", sagte er. "Das entscheidet der Verein dann, wie die Zukunft weiter aussieht."

Titelfoto: epa/dpa

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