Schalke-Boss gibt nach Chaos kleinlaut zu: "Es ist okay, dass wir auf die Fresse kriegen"!

Gelsenkirchen - Beim FC Schalke 04 geht es weiterhin drunter und drüber! Die Knappen entließen am Dienstag bekanntlich erst den Technischen Direktor Michael Reschke (63), lösten anschließend den Vertrag von Vedad Ibisevic (36) auf und suspendierten zudem Amine Harit (23) sowie Nabil Bentaleb (26).

Jochen Schneider (50) gab eigene Fehler zu. (Archivbild)
Jochen Schneider (50) gab eigene Fehler zu. (Archivbild)  © Tim Rehbein/dpa

Außerdem ist die Lage in der 1. Bundesliga prekär. Die Königsblauen sind Letzter und warten seit 24 Spielen auf einen Sieg. Auch finanziell sieht es nach Jahren der Misswirtschaft alles andere als rosig in Gelsenkirchen aus.

Immerhin stellte sich Sportvorstand Jochen Schneider (50) am Mittwoch der Presse und erklärte kleinlaut: "Es ist okay, dass wir mit dieser Serie und dem Tabellenplatz auf die Fresse kriegen. Das haben wir dann auch verdient. Dann ist Kritik richtig."

Er fügte aber auch hinzu, dass er sich "an der einen oder anderen Stelle" etwas "mehr Miteinander" wünschen würde. Denn: "Wenn es zu weit geht, ist es nicht okay."

Schneider hatte am Mittwoch auch zur Mannschaft gesprochen und meinte dazu: "Wir müssen einen Teamgedanken entwickeln, den es braucht, um in der Bundesliga erfolgreich zu sein. Sonst wird es schwer. Das habe ich der Mannschaft heute noch mal ganz klar verdeutlicht."

Darüber hinaus zeigte sich der frühere Funktionär des VfB Stuttgart und von RB Leipzig selbstkritisch: "Ich habe natürlich auch Fehler gemacht, das ist doch ganz klar. Wenn gestern solche Entscheidungen notwendig waren, kann in den letzten Wochen und Monaten nicht alles richtig gelaufen sein."

Jochen Schneider über das Bild, das der FC Schalke momentan abgibt: "Verheerend!"

Jochen Schneider (50) hofft, dass die Schalker Mannschaft endlich Teamgeist entwickelt.
Jochen Schneider (50) hofft, dass die Schalker Mannschaft endlich Teamgeist entwickelt.  © Friso Gentsch/dpa

Doch wie könnte Schalke endlich wieder in die Spur finden? "Indem wir zusammenhalten. Wenn wir diesen Zusammenhalt hinbekommen, kommen wir auch aus der Krise raus. Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht komplett auseinanderdividieren lassen. Das Bild, das wir abgeben, dass immer wieder Dinge nach außen dringen, ist für mich verheerend!"

Die Aufgaben von Reschke werden nun auf seine Schultern, die von Sascha Riether (37, Koordinator Lizenzspielerabteilung) und Mike Büskens (52, Koordinator für verliehene Spieler und internationale Aktivitäten) verteilt.

Zur Entscheidung im Fall Ibisevic erklärte Schneider: "Wir haben im Gespräch erörtert, dass die Zusammenarbeit nicht so verlief, wie wir uns das beide vorgestellt haben. Wir bleiben Freunde. Vedad ist nach Berlin zu seiner Familie gefahren, wird hier nicht mittrainieren. Er hat sich mehr Einsatzzeiten erhofft. Es hat am Ende einfach nicht gepasst. Wir gehen im Guten auseinander."

Nun müssen die Verantwortlichen hoffen, dass die getroffenen Maßnahmen nicht wirkungslos verpuffen. Deshalb ist das Auswärtsspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach eine weitere ganz wichtige und zukunftsweisende Partie.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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