Schalke tief im Negativstrudel gefangen: "Gurkentruppe", "Lichter aus", "Offenbarungseid"!

Gelsenkirchen - Der nächste sportliche Tiefschlag für den FC Schalke 04! Auch gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld blieben die Knappen im 29. Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg und verloren mit 0:1.

Amine Harit (23) war wie alle Schalker Spieler nach der Niederlage gegen Bielefeld niedergeschlagen.
Amine Harit (23) war wie alle Schalker Spieler nach der Niederlage gegen Bielefeld niedergeschlagen.  © Guido Kirchner/dpa

Es war erschreckend mitanzusehen, wie kopflos die Mannschaft nach dem Rückstand in der 53. Minute anrannte. Der DSC wurde nicht einmal ernsthaft in Verlegenheit gebracht.

Die Gäste spielten selbst mäßig, kloppten die Bälle oft nur hinten raus und versuchten, vorne Zeit zu schinden. Das gelang sogar. Immer wieder stoppten die Bielefelder den Spielfluss und bremsten die Knappen aus, indem sie (Frust-) Fouls zogen.

S04 war mit den Nerven nämlich am Ende, klare Aktionen blieben aus. Es war offensichtlich, dass die Mannschaft wollte, es nach dieser erschütternden Serie aber einfach nicht besser konnte, weil ihr auch die spielerische Leichtigkeit komplett abgeht.

Das ist nach dieser unfassbaren Serie der Königsblauen verständlich. Das Selbstvertrauen ist nicht mehr vorhanden. All diese Dinge sorgen nicht nur bei den Kickern für Frust, sondern vor allem auch bei den Fans, die bei Facebook ihr Entsetzen kundtaten.

Das Team wurde als "Gurkentruppe" abgestempelt, es sei "Feierabend!", der "Abstieg" sei sicher, weshalb "die Lichter endgültig aus" seien. Denn man habe einen "Offenbarungseid" abgeliefert. Diese harten, aber verständlichen Worte waren der Grundtenor der Schalker Fans.

Pressekonferenz vom FC Schalke 04 mit Huub Stevens nach der Niederlage gegen Arminia Bielefeld

Fans des FC Schalke 04 zeigen sich nach der Pleite entsetzt

Schalkes Trainer Huub Stevens: "Aufgeben ist das aller, allerletzte!"

Benito Raman (26) schlich nach der neuerlichen Pleite vom Platz.
Benito Raman (26) schlich nach der neuerlichen Pleite vom Platz.  © Guido Kirchner/dpa

Interimstrainer Huub Stevens (67) sprach auf der Pressekonferenz nach dem Spiel davon, dass die Arminia von den "Fehlern" seiner Truppe "profitiert" habe.

"Aufgeben ist das aller, allerletzte." Denn natürlich müsse man die restlichen Spiele noch bestreiten. Hoffnung macht momentan außer dem kommenden Gegner allerdings rein gar nichts. Der Regionalligist SSV Ulm 1846 kassierte gegen Hessen Kassel eine 1:2-Heimpleite und ist nach zuvor zwei klaren Siegen ein wenig aus dem Tritt geraten.

Dennoch dürfte der gut besetzte und ambitionierte Viertligist ein schwerer, aber auch machbarer Kontrahent für die Königsblauen im DFB-Pokal sein. Vielleicht könnten die Spieler über die Feiertage ja den Schalter umlegen, wenn man mit einem Sieg in die Pause geht?

All das ist jedoch nur eine vage Hoffnung. Denn wer eine entscheidende Liga-Begegnung nach der anderen verliert, der steigt normalerweise ab. Bei nunmehr sechs Punkten Rückstand auf Bielefeld auf Relegationsplatz 16 sieht es zappenduster im Tabellenkeller aus.

Deshalb darf stark angezweifelt werden, dass S04 doch nochmal eine Serie starten kann, die sie dort unten herauskatapultiert. Möglich ist das noch immer. Allerdings nur wegen der Schwächen der Konkurrenz. Doch wenn man selbst nicht endlich punktet, braucht man gar nicht erst auf die anderen Mannschaften zu gucken.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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