Schalke-Ultras sorgten schon vorm Revierderby für Schock: Chaoten drangen in Teamhotel ein!

Gelsenkirchen - Die Negativschlagzeilen reißen nicht ab! Nachdem die Fans des FC Schalke 04 nach der 0:4-Packung im Revierderby gegen Borussia Dortmund nach dem Abpfiff ihren Frust rausließen und für Ausschreitungen sorgten, kam jetzt heraus, dass die Lage vor dem Anpfiff sogar noch dramatischer war!

S04-Coach Christian Gross (66) und seine Mannschaft wurden in ihrem Teamhotel von 20 bis 25 Chaoten gestört.
S04-Coach Christian Gross (66) und seine Mannschaft wurden in ihrem Teamhotel von 20 bis 25 Chaoten gestört.  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

Die Bild beruft sich auf eigene Informationen und berichtet, dass gewaltbereite Chaoten dreieinhalb Stunden vor Spielbeginn in den Besprechungsraum in "Heiner's Parkhotel" eindrangen.

Es soll sich um 20 bis 25 Ultras gehandelt haben, die dort aber nur noch Sportchef Jochen Schneider (50) und Teammanager Sascha Riether (37) antrafen, weil sich das Trainerteam und die Spieler bereits wieder auf ihre Zimmer zurückgezogen hatten.

Die beiden Verantwortlichen beruhigten die Anhänger dem Vernehmen nach, weshalb die Fans das Hotel wieder verlassen hätten. Dort seien dann die Eigengewächse Ralf Fährmann (32) und Sead Kolasinac (27) hinzugekommen.

Das belegt auch ein Twitter-Video, auf dem Schneider, Naldo (38), Kolasinac und mehrere weitere Kicker zu sehen sind, die sich den Männern direkt vor dem Eingang stellen.

Schneider sagte dazu zur Bild: "Natürlich ist so ein Vorfall in der Spielvorbereitung nicht förderlich. Wir haben die Situation aber schnell deeskaliert und in Gesprächen gelöst."

Bezeichnend: Die Polizei wurde offenbar nicht hinzugerufen, weil man befürchtete, dass sich die Lage sonst weiter zugespitzt hätte.

Video zeigt die Ultras des FC Schalke 04 vor dem Hotel, Spieler um Sead Kolasinac stellen sich

Ultras des FC Schalke 04 störten die Vorbereitung ihres Teams auf das Revierderby gegen den BVB

Der FC Schalke 04 verlor das Revierderby gegen Borussia Dortmund mit 0:4 und steht dicht vor dem ersten Bundesliga-Abstieg seit 1988.
Der FC Schalke 04 verlor das Revierderby gegen Borussia Dortmund mit 0:4 und steht dicht vor dem ersten Bundesliga-Abstieg seit 1988.  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

Dass die Ultras an ihrem Verein hängen und in dieser sportlich sehr schwierigen Phase mitleiden, ist nachvollziehbar und absolut menschlich. Ebenso, dass sie Gesprächsbedarf haben und von den Spielern und Trainern hören wollen, warum es auf dem Feld aktuell so schlecht läuft.

Dass sie allerdings wenige Stunden vor der wichtigen Begegnung den Sicherheitsdienst überwinden und ausgerechnet dann mit Akteuren und Übungsleitern sprechen wollen, zeugt nicht gerade von Intelligenz und Einfühlungsvermögen.

Schließlich befinden sich Profisportler zu diesem Zeitpunkt mental schon voll in der Vorbereitung auf den anstehenden Gegner, weshalb so ein Aufruhr eine sehr störende und unwillkommene Ablenkung darstellt.

Es ist bedauerlich, dass es immer wieder solche Vorfälle gibt, über die man nur den Kopf schütteln kann. Erst Ende Januar stürmten die "Fans" von Olympique Marseille das Trainingsgelände ihres Vereins und sorgten für einen Rieseneklat, der sogar zur Folge hatte, dass die Begegnung ihres Teams verschoben wurde.

Ende November schlugen Ultras des ukrainischen Erstligisten FK Desna Tschernihiw den Präsidenten ihres Klubs, verletzten ihn und jagten ihn anschließend in einer Mülltonne durch die Straßen. Solche Auswüchse sind eine Schande für den Profifußball und sollten schnellstmöglich unterlassen werden.

Titelfoto: Martin Meissner/POOL AP/dpa

Mehr zum Thema FC Schalke 04:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0