Schalke 04 wird weiter harsch kritisiert: "Katastrophe", "link und hinterhältig"!

Gelsenkirchen - Der vierte Trainerwechsel in dieser Saison beim FC Schalke 04 sorgt weiter für Aufruhr in der Bundesliga! Knappen-Idol Klaus Fischer (71) zeigt sich erschüttert über den Zustand seines Vereins.

Klaus Fischer (71) macht sich große Sorgen um den FC Schalke 04.
Klaus Fischer (71) macht sich große Sorgen um den FC Schalke 04.  © Henning Kaiser/dpa

"Was da abläuft, ist eine Katastrophe", sagte der legendäre Mittelstürmer der Reviersport. Zuvor hatte sich der abgeschlagene Bundesliga-Tabellenletzte von Coach Christian Gross (66), Co-Trainer Rainer Widmayer (53), Sportvorstand Jochen Schneider (50), Teammanager Sascha Riether (37) und Fitnesstrainer Werner Leuthard (59) getrennt.

Wer den Traditionsklub nun trainiert, ist noch unklar. "Man kann in der aktuellen Situation eigentlich keinen jungen Trainer holen. Es braucht einen erfahrenen Mann. Aber wer tut sich das an?", sagte Fischer weiter.

Noch deutlicher wurde der frühere Nationalspieler Dietmar Hamann (47). Er sagte bei Sky über die angeblichen Beschwerden der S04-Profis beim Vorstand über ihren Coach: "Ich finde das link und hinterhältig, da hat man Christian Gross sehr übel mitgespielt."

Nach Ansicht des Ex-Profis des FC Bayern München und FC Liverpool würden die betreffenden Spieler "an Selbstüberschätzung und ein Stück weit an Realitätsverlust" leiden.

Dietmar Hamann und Adi Hütter mit deutlichen Worten in Richtung der Spieler des FC Schalke 04

Dietmar Hamann (47) geht mit der Mannschaft des FC Schalke 04 hart ins Gericht.
Dietmar Hamann (47) geht mit der Mannschaft des FC Schalke 04 hart ins Gericht.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, einige Führungsspieler hätten schon vor der 1:5-Packung beim VfB Stuttgart bei Schneider auf die Ablösung von Gross gedrängt.

Ein Vereinssprecher hatte dies am Samstag dementiert. Am Sonntag folgte dann bekanntlich die Kehrtwende.

Hamann sieht die Verantwortung für den sportlichen Absturz des Bundesliga-Schlusslichts aber vor allem bei den Spielern. Diese hätten angesichts der Niederlagen-Serie kein Recht, sich beim Vorstand zu beklagen.

"Deswegen stehen sie da, wo sie sind: Nicht wegen Wagner, Baum oder Gross - da ist der Kader dran schuld", so der Sky-Experte. Vor Gross waren bereits David Wagner (49) und dessen Nachfolger Manuel Baum (41) in dieser Saison als Schalke-Trainer beurlaubt worden. Huub Stevens (67) war vor Gross für zwei Partien Interimscoach.

Auch Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter (51) mahnte in der Talkrunde Sky90, die Schalker Akteure müssten sich hinterfragen. "Als Spieler zum Vorstand gehen und den Trainer umschiffen, das ist absolut der falsche Weg", so der Österreicher.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/Henning Kaiser/dpa

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