Chaos bei Schalke 04: Trainings-Eklat um Co-Trainer Naldo, Reschke entlassen!

Gelsenkirchen - Auf Schalke ist es dunkler als unter Tage! Die Lage bei Bundesliga-Schlusslicht FC Schalke 04 gleicht einem Horrorfilm. Die sportliche Talfahrt und die internen Querelen beiseite genommen, schafften es die Königsblauen alleine in dieser Woche gleich zwei Mal, für mächtig Trubel zu sorgen - ist der Klub überhaupt noch zu retten?

Hat das Trainerteam um Manuel Baum (41, M.) und Naldo (38, re.) die Kabine nach nur wenigen Wochen schon wieder verloren?
Hat das Trainerteam um Manuel Baum (41, M.) und Naldo (38, re.) die Kabine nach nur wenigen Wochen schon wieder verloren?  © Guido Kirchner/dpa

Wer glaubt, dass der derzeitige Platz 18 in der Bundesliga-Tabelle mit mageren drei Pünktchen aus acht Partien sowie einem desaströsen Torverhältnis von 5:24 das größte Problem bei Königsblau ist, der ist schief gewickelt.

Es kracht und knirscht an allen Ecken und Enden bei "Krisenblau"!

Noch am Sonntag, einen Tag nach dem verlorenen Spiel gegen den VfL Wolfsburg (0:2), knallte es erst in der Kabine und anschließend auf dem Trainingsplatz.

Noch in den Katakomben soll es dabei zu Wortgefechten zwischen dem Trainerteam um Manuel Baum (41) und der Mannschaft gekommen sein. Grund waren laut Sky wohl heftige Kritik der Akteure an den Wechseln des Bayers im Spiel gegen die Wölfe.

Baum nahm unter anderem bereits nach 39 Minuten Amine Harit (23) vom Feld und brachte Benito Raman (26). Auch Führungsspieler Benjamin Stambouli (30) musste vorzeitig vom Feld (77).

Ibisevic und Co-Trainer Naldo gehen aufeinander los

Geriet mit Co-Trainer Naldo aneinander: Ex-Herthaner Vedad Ibišević (36).
Geriet mit Co-Trainer Naldo aneinander: Ex-Herthaner Vedad Ibišević (36).  © Guido Kirchner/dpa

Die Nerven lagen schon vor dem Training blank! Auf dem Feld angekommen, eskalierte es später erneut.

Auch hier soll es Wortgefechte gegeben haben zwischen Spieler- und Trainerseite.

Dabei sind gar Co-Trainer Naldo (38) und Sturm-Routinier Vedad Ibišević (36) so hart aneinandergeraten, dass man sie voneinander trennen musste.

Das Training wurde in der Folge abgebrochen. Ob und welche Konsequenzen dies schließlich haben wird, ist noch nicht bekannt.

Bekannt ist allerdings, dass Schalkes Technischer Direktor Michael Reschke (63) indes kurz vor dem Aus stehen soll.

Grund wären gleich mehrere Verwerfungen innerhalb der Führungsriege.

Michael Reschke verhandelte wohl über Macarell, nur niemand wusste Bescheid

Michael Reschke (63) steht nicht einmal anderthalb Jahre nach seinem Amtsantritt auf Schalke schon wieder kurz vor dem Aus.
Michael Reschke (63) steht nicht einmal anderthalb Jahre nach seinem Amtsantritt auf Schalke schon wieder kurz vor dem Aus.  © Sebastian Gollnow/dpa

Zum einen soll laut transfermarkt.de das Verhältnis zu Sportvorstand Jochen Schneider nicht nur seit Wochen kränkeln, sondern bereits völlig unterkühlt sein.

Grund hierfür sind wohl zahlreiche Alleingänge des 63-Jährigen.

So habe Reschke noch im Oktober ohne Wissen von Schneider und Omar Mascarell (27) über dessen Zukunft mit anderen Vereinen verhandelt. Reschke war drauf und dran, den Spieler an Hertha BSC verkaufen - der Spieler selbst sowie Jochen Schneider wusste davon allerdings nichts.

Der gebürtige Stuttgarter ist gerade einmal seit Juni 2019 auf Schalke im Amt, der Aufsichtsrat soll sich allerdings schon jetzt mit der Entlassung des einstigen Technischen Direktors des FC Bayern München beraten.

Der Vertrag Reschkes liefe allerdings noch bis zum 30. Juni 2022. Eine Entlassung würde den ohnehin schon leeren Schalker Geldbeutel wohl auch nochmals eine Stange der nicht vorhandenen Kohle kosten.

Update, 16.56 Uhr: FC Schalke 04 und Michael Reschke beenden offiziell ihre Zusammenarbeit

Nun ist es amtlich! Die Knappen und Reschke gehen getrennte Wege!

Schalke erklärte auf seiner Website: "Wir danken Michael Reschke für seine geleistete Arbeit in alles anderen als einfachen Zeiten. Letztlich hatten wir eine unterschiedliche Auffassung über die sportliche Zukunft des Vereins" so Jochen Schneider, Vorstand Sport und Kommunikation. "Wir alle wünschen Michael Reschke alles Gute für seine berufliche und private Zukunft."

Auch der Funktionär selbst bedankte sich für die Zusammenarbeit: "Ich wünsche dem FC Schalke 04, dass Fans, Mitarbeiter, Team, Trainerstab und alle Verantwortlichen partnerschaftlich vereint diese herausfordernde Zeit meistern. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft die Qualität besitzt, die Klasse zu halten und werde weiterhin bei jedem Spiel mitfiebern."

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa , Guido Kirchner/dpa

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