Grottenduell? Schalke 04 und Mainz 05 so schlecht wie nie zuvor!

Gelsenkirchen - Verheerende Bilanzen! Seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel hatten der Vorletzte und der Letzte nach 23. Spieltagen noch nie so wenige Zähler gemeinsam - 26 sind es nur - auf dem Konto.

Der neue S04-Trainer Dimitrios Grammozis (42) verbreitet vor dem Kellerduell positive Stimmung.
Der neue S04-Trainer Dimitrios Grammozis (42) verbreitet vor dem Kellerduell positive Stimmung.  © Tim Rehbein/FC Schalke 04/dpa

Diesen Negativrekord haben der FC Schalke 04 und der 1. FSV Mainz 05 vor dem direkten Aufeinandertreffen am Freitagabend (20.30 Uhr) aufgestellt.

Dennoch kann man gespannt auf dieses Duell blicken. Schließlich steht bei den Knappen erstmals der neue Coach Dimitrios Grammozis (42) an der Seitenlinie, der sich freut und erklärte, dass seine "Jungs" ordentlich mitgezogen hätten: "Ich war wirklich sehr überrascht. Ich merke, dass die Jungs durch den Trainerwechsel vielleicht eine Initialzündung bekommen haben."

Der frühere Darmstädter ist bereits der fünfte Übungsleiter der Königsblauen in dieser Saison.

Eine Zahl, die sinnbildlich für die große Unruhe in Gelsenkirchen steht und auch belegt, dass alle vorangegangenen Entlassungen auf dieser Position wirkungslos verpufften.

Schalke hat lediglich neun Punkte gesammelt, ein erschreckendes Torverhältnis von 16:61 auf dem Konto und geht trotz des Trainerwechsels als Außenseiter in die Begegnungen.

Dennoch müssen die Knappen mit dem Mute der Verzweiflung angreifen und auf Sieg spielen, denn sonst ist die wohl allerletzte Minimalchance auf den Klassenerhalt dahin.

1. FSV Mainz 05 trotz eines Rückschlags im Aufwind, FC Schalke 04 unter Druck

Im Hinspiel bewies Schalke um Stürmer Mark Uth (29, 2.v.l.) gegen den 1. FSV Mainz 05 um Leandro Barreiro (21, r.) Moral, kam zweimal zurück und erkämpfte sich am Ende ein 2:2-Unentschieden.
Im Hinspiel bewies Schalke um Stürmer Mark Uth (29, 2.v.l.) gegen den 1. FSV Mainz 05 um Leandro Barreiro (21, r.) Moral, kam zweimal zurück und erkämpfte sich am Ende ein 2:2-Unentschieden.  © Torsten Silz/dpa

Das wird jedoch schwierig. Denn Mainz war unter dem neuen Coach Bo Svensson (41) zuletzt im Aufwind - trotz der unglücklichen 0:1-Heimniederlage am vergangenen Wochenende gegen den FC Augsburg, als Keeper Robin Zentner patzte und die Fuggerstädter diese eine Aktion ausnutzten.

Davon abgesehen gewann der selbsternannte Karnevalsverein drei der vergangenen sechs Partien und stand auch beim 2:2 bei Bayer 04 Leverkusen dicht vor einem Auswärtserfolg.

Die Mannschaft hat einen ganz anderen Geist entwickelt, kämpft wieder füreinander und bringt auch die individuelle Klasse immer öfter auf den Platz.

Gelingt das auch auf Schalke, wird es für die angeschlagenen Königsblauen extrem schwer. Und sollten die Knappen dieses vorentscheidende Spiel verlieren, hätten sie elf Zähler Rückstand auf Mainz und mindestens neun auf den Abstiegsrelegationsplatz.

Dann könnte man wohl endgültig für die 2. Bundesliga planen. Auch ein 2:2 wie im Hinspiel würde den Hausherren nicht reichen.

Titelfoto: Torsten Silz/dpa

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