Offiziell! Benedikt Höwedes hört auf: Nächster Weltmeister mit Karriereende

Gelsenkirchen - DFB-Pokalsieger, U21-Europameister, Weltmeister, Schalke-Ikone: Rund zwei Wochen nach dem etwas überraschenden Karriereende von André Schürrle (29) beendet nun auch Benedikt Höwedes (32) seine aktive Karriere.

Im Trikot vom Lok Moskau wurde Benedikt Höwedes (32) im Schalker Stadion gefeiert. Er ist das Idol der jüngeren Schalker Geschichte.
Im Trikot vom Lok Moskau wurde Benedikt Höwedes (32) im Schalker Stadion gefeiert. Er ist das Idol der jüngeren Schalker Geschichte.  © Guido Kirchner/dpa

Das gab der Ex-Nationalspieler am Freitag bekannt. 

Er habe "einige Anfragen von Vereinen aus dem In- und Ausland, aber ich wollte mich nicht mehr abhängig machen von den Entscheidungen anderer", begründete der gebürtige Haltener seinen finalen Entschluss. "Ich wollte jetzt einen Schlussstrich ziehen", sagte Höwedes  zu seiner Entscheidung weiter gegenüber dem "Spiegel".

Nachdem der 32-Jährige seinen Kontrakt beim russischen Erstligisten Lokomotive Moskau erst kürzlich auflöste, reifte im Familienurlaub der Entschluss, mit dem Profi-Fußball vorerst Schluss zu machen. "Meinen Sohn hautnah zu erleben", habe ihn "krass erfüllt" - und für ihn sei das Kapitel Fußball in den Hintergrund gerückt.

Nun dankt der langjährige Pfeiler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft also ab.

Er blickt auf eine bewegte Karriere zurück - mit vielen Höhen aber auch so manchem Tief. Emotionale Highlights waren für ihn mit Sicherheit der Gewinn der U21-Europameisterschaft 2009. 

Benedikt Höwedes Teil der "goldenen Generation"

Weltmeister! Benedikt Höwedes (32) 2014 am Höhepunkt seiner Karriere.
Weltmeister! Benedikt Höwedes (32) 2014 am Höhepunkt seiner Karriere.  © Marcus Brandt/dpa

An der Seite von Spielern wie Mats Hummels, Jerome Boateng oder Manuel Neuer war er die Generation, die dann fünf Jahre später im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro (Brasilien) den ersten Weltmeistertitel nach 24 Jahren zurück nach Deutschland holte.

Das Ende seiner Schalker Zeit war allerdings eher unrühmlich. Unter dem damaligen Trainer Domenico Tedesco wurde Höwedes mehr oder minder vom Hof gejagt und ausgemustert. 

Es folgten ein kurzes Intermezzo bei Juventus Turin und zum Schluss zwei Spielzeiten in Moskau. Auf seine Laufbahn blickt er mit großen Stolz zurück. Fußball, so sagt er, hat er "bis zuletzt gern gespielt".

"Es ist schwer, auf diesen Moment zu verzichten, in einem ausverkauften Stadion aufzulaufen. So etwas pusht dich auch noch nach vielen Jahren", so der 32-Jährige weiter. Die Corona-Zeiten "mit den Geisterspielen" waren für ihm dann eine Art "Wink mit dem Zaunpfahl". Höwedes blickt auf insgesamt 455 Pflichtspiele auf Vereinsebene zurück. Die meisten davon (240) in der Bundesliga für den FC Schalke 04.

Darüber hinaus absolvierte er 44 Länderspiele. Dabei erzielte er zwei Tore für die deutsche Nationalmannschaft.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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