"Ich bin sicher, du schaust zu": So emotional wurde es bei Schalke 04!

Gelsenkirchen - Das ging nicht nur den Fans des FC Schalke 04 unter die Haut! Am Donnerstag wurde der neue Trainer Thomas Reis (49) gefunden, bei der Vorstellung waren die Gedanken allerdings noch beim einen Tag zuvor zurückgetretenen Sportdirektor Rouven Schröder (47).

Schalke hat ihn kaputt gemacht! Rouven Schröder (47) hat die Knappen am Mittwoch verlassen.
Schalke hat ihn kaputt gemacht! Rouven Schröder (47) hat die Knappen am Mittwoch verlassen.  © INA FASSBENDER / AFP

Es versetze sowohl die Verantwortlichen des Bundesligisten als auch alle Fans der Königsblauen in eine Art Schockstarre, als Sportdirektor Rouven Schröder am Mittwoch seinen Rücktritt erklärt hatte.

Schließlich war er es, der die Mannschaft zusammenstellte, die nach dem Abstieg aus der Bundesliga den direkten Wiederaufstieg schaffte.

In der Pressemitteilung der Königsblauen sagte der 47-Jährige zu seiner Entscheidung: "Mir ist die Entscheidung alles andere als leicht gefallen. Insbesondere die Wochen um den Aufstieg werde ich niemals vergessen. Ich drücke die Daumen, dass der Klassenerhalt am Ende der Saison gelingt."

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Schröder geriet nach dem schwachen Saisonstart und dem Fehlgriff mit Frank Kramer (50) auf der Trainerposition in die Kritik. Laut einem Bericht der "BILD" soll das ein Grund sein, wieso er Schalke verlassen hat.

Er soll erschöpft und "Schalke-müde" sein. Immerhin hat er seit dem Abstieg 2021 etwa 100 Transfers abgewickelt. Hinzu kommt ein privater Schock: Ein enger Freund Schröders soll schwer an Krebs erkrankt sein. Vor einiger Zeit soll der 47-Jährige bereits den Vorstand informiert haben, dass er seinen bis 2024 geltenden Vertrag nicht erfüllen wird und Anfang November zur Winterpause aufhört.

Er sollte das eigentliche Highlight der Pressekonferenz sein: neuer Schalke-Trainer Thomas Reis (49).
Er sollte das eigentliche Highlight der Pressekonferenz sein: neuer Schalke-Trainer Thomas Reis (49).  © Tim Rehbein/dpa

Interner Streit führte zum Blitz-Rücktritt - Knäbel mit emotionalen Worten für Schröder

Dieser Abschied ging nicht spurlos an ihm vorbei. Sportvorstand Peter Knäbel (56) wirkte auf der Pressekonferenz angefasst.
Dieser Abschied ging nicht spurlos an ihm vorbei. Sportvorstand Peter Knäbel (56) wirkte auf der Pressekonferenz angefasst.  © IMAGO / Team 2

Ein interner Streit bei der Trainersuche soll zum Blitzausstieg geführt haben. Schröder machte sich für eine Verpflichtung von Thomas Reis stark, der Aufsichtsrat um Axel Hefer (45) sah die Personalie kritisch.

Am Ende wurde Reis zwar Trainer, Schröder verließ den S04 dennoch. Auch Sportvorstand Peter Knäbel (56) konnte Schröder nicht umstimmen, dass er bis zur WM-Pause in zwei Wochen bleibt.

Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Cheftrainers wird Knäbel beim Thema Schröder emotional.

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"Er fehlt. Er wird auch noch ganz lange fehlen in unseren Köpfen. Und jeder kennt das Gefühl des Verlustes aus seinem Privatleben: Schmerz, Enttäuschung, Angst und die ewige Frage nach dem Warum", so der 56-Jährige, der vorübergehend die Aufgaben von Schröder übernimmt.

Knäbel wirkt angefasst und bringt die Emotionalität auf die Spitze, - er spricht Rouven Schröder, der nicht da ist, bei der Pressekonferenz direkt an.

"Hallo Rouven! Ich bin sicher, Du schaust uns zu, auf die Finger, auf die Computer und auf die Schreibblöcke in dieser Sekunde! Und es gilt, einen ganz großen Dank auszusprechen für 18 intensive Monate und einen Erfolg, den uns keiner mehr nehmen kann", so der Sportvorstand mit emotionalen Worten.

Knäbel fügt hinzu, dass er in Schröder einen Freund gefunden hat, den er auch bis zu seinem Lebensende am 18. Oktober (Anm. d. Red.: Schröders Geburtstag) anrufen wird. Danach hält er inne, 20 Sekunden bleibt es still im Presseraum. Anschließend leitet er über zum nächsten Thema und der Vorstellung des neuen Cheftrainers.

Auf Schalke spürt man Emotionen, - selten hat man sie so gezeigt wie heute!

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / Team 2

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