Irre! Schalke kassiert nach 2:0-Führung bei Hoffenheim 4 Gegentore in 17 Minuten

Sinsheim - Verrückter Verlauf! Der FC Schalke 04 führte zur Halbzeit mit 2:0 bei der TSG 1899 Hoffenheim, kassierte am 32. Bundesliga-Spieltag aber innerhalb von 17 Minuten vier Gegentore und verlor am Ende mit 2:4.

Der Ex-Hoffenheimer Mark Uth (2.v.l.) schoss den FC Schalke 04 bei der TSG 1899 Hoffenheim früh in Führung.
Der Ex-Hoffenheimer Mark Uth (2.v.l.) schoss den FC Schalke 04 bei der TSG 1899 Hoffenheim früh in Führung.  © dpa/Uwe Anspach

Für die Knappen war es nach den Angriffen der eigenen Fans der nächste sportliche Tiefschlag. Damit wartet das Team von Cheftrainer Dimitrios Grammozis in der Liga seit November 2019 auf einen Auswärtssieg.

Die Tore von Mark Uth (12. Minute) und Shkodran Mustafi (42.) ließen die Königsblauen bis zur Halbzeit noch auf den dritten Saisonerfolg hoffen, doch daraus wurde nichts.

Andrej Kramaric (47.), Kevin Akpoguma (52.), Christoph Baumgartner (60.) und Ihlas Bebou (64.) trafen innerhalb von 17 Minuten und bescherten den Kraichgauern damit die noch benötigten Punkte zum Verbleib in der Bundesliga.

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Anders als im Hinspiel, als die Elf von Sebastian Hoeneß mit 0:4 gegen Schalke verlor, bewies die TSG diesmal große Moral und blieb so im fünften Ligaspiel in Serie ungeschlagen.

Ein paar wenige mitgereiste Schalker Fans hatten den Profis vor den Stadiontoren klargemacht, was sie von nun an erwarten: "Moral zeigen, schnell wieder aufsteigen. Liebe kennt keine Liga", stand auf einem Transparent. Nach vielen miserablen Auftritten waren beim Gastspiel bei Hoffenheim zumindest zeitweise Einsatz und Courage zu sehen, die spielerische Leistung hingegen war mal wieder desaströs.

Denn bei herrlichem Frühlingswetter spielte von Beginn an der Europa-League-Starter. Schon nach fünf Minuten erklang erstmals die Hoffenheimer Torhymne, doch Baumgartners Tor zählte wegen einer Abseitsposition nicht. Der österreichische Nationalspieler hatte danach (8./14.) weitere Schusschancen, blieb dabei aber genauso ungefährlich wie ein Freistoß von Robert Skov (18.), den Ralf Fährmann wegfausten konnte.

Startelf der TSG 1899 Hoffenheim für das Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Schalke 04

Anfangsformation des FC Schalke 04 für das Bundesliga-Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim

Artistischer Jubel: Hoffenheims Christoph Baumgartner schlägt nach seinem Treffer zum 3:2 für die TSG einen Salto.
Artistischer Jubel: Hoffenheims Christoph Baumgartner schlägt nach seinem Treffer zum 3:2 für die TSG einen Salto.  © dpa/Uwe Anspach

TSG 1899 Hoffenheim dreht gegen den FC Schalke 04 in Hälfte zwei auf

Knappen-Keeper Ralf Fährmann musste in der zweiten Halbzeit innerhalb von nur 17 Minuten viermal hinter sich greifen.
Knappen-Keeper Ralf Fährmann musste in der zweiten Halbzeit innerhalb von nur 17 Minuten viermal hinter sich greifen.  © dpa/Uwe Anspach

Die in der Abwehr von drei Sperren betroffenen Schalker erspielten sich nicht so viele Chancen, waren aber gnadenlos effektiv.

Nach schöner Kombination schoss der Ex-Hoffenheimer Uth flach zum 1:0 ein, kurz vor der Pause kam der Weltmeister von 2014, Mustafi, frei zum Kopfball, der vom Innenpfosten ins Tor ging. Während Schalke ein in dieser Chaos-Saison so seltenes Jubelgefühl erlebte, brüllte TSG-Keeper Oliver Baumann lautstark seine Vorderleute zusammen.

Auch Hoeneß war spürbar unzufrieden und nahm zur Halbzeit den unglücklich agierenden Robert Skov raus.

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Weniger als zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff gelang schon der Anschluss: Kramaric drehte einen Freistoß aus zentraler Position herrlich in den Winkel und stellte mit seinem 18. Saisontor den Hoffenheimer Vereinsrekord von Vedad Ibisevic ein. Kurze Zeit später war der starke Angreifer wieder beteiligt, seine Ecke fand genau den Kopf von Akpoguma, der ausglich.

Hoffenheim übernahm fortan die Kontrolle und legte direkt nach. Ein Kramaric-Freistoß landete beim 1,78 Meter großen Baumgartner, der zur Führung einköpfte. Bevor sich Schalke wieder sortiert hatte, fiel direkt das vierte Tor, diesmal durch Bebou. Königsblau war wieder einmal geschlagen, in der Schlussphase ging es nur noch um die Höhe der 22. Saison-Niederlage.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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