Kolumne zu Schalke: So schnell kann es gehen! Knappen wieder Tabellenletzter

Gelsenkirchen - Dem kurzen Hochgefühl folgte direkt wieder die Ernüchterung! Der FC Schalke 04 konnte den Schwung vom 4:0-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim nicht mitnehmen und verlor bei Eintracht Frankfurt mit 1:3 (1:1).

S04-Coach Christian Groß (66) hat mit seiner Mannschaft noch einen langen Weg vor sich.
S04-Coach Christian Groß (66) hat mit seiner Mannschaft noch einen langen Weg vor sich.  © Arne Dedert/dpa

Auch in dieser Partie waren die Knappen die klar unterlegene Mannschaft und konnten vor allem einen Mann nicht verteidigen: SGE-Rückkehrer Luka Jovic (23) entschied die Begegnung mit einem Doppelpack und bewies, dass er in der Bundesliga den Unterschied ausmachen kann.

So ein Akteur fehlte den Königsblauen gegen die Adler. Obwohl Matthew Hoppe (19) erneut zum zwischenzeitlichen Ausgleich traf, geht dem jungen Angreifer noch die Konstanz auf diesem Niveau ab.

Die fehlt S04 allgemein. Gerade defensiv ließ die Mannschaft von Trainer Christian Groß (66) zu viel zu und konnte sich (erneut) mehrfach bei Ralf Fährmann (32) bedanken, der stark spielte und einige sehr gute Paraden zeigte.

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Doch gegen individuelle Aussetzer wie vor dem 0:1, als ausgerechnet Hoffnungsträger Sead Kolasinac (27) patzte und Frankfurt die Führung ermöglichte, konnte auch der gebürtige Chemnitzer nichts ausrichten.

Nach Abpfiff sagte er ganz offen, dass Frankfurt "nicht der Maßstab" von Schalke sei. Ein sehr ehrliches Statement, das gleichzeitig viel über die aktuelle Gemütslage bei den Knappen aussagt. Die ist wieder negativ, schließlich sind die Königsblauen nach der Pleite Schlusslicht.

FC Schalke 04 erwartet nun den 1. FC Köln zum Abstiegsgipfel

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl (32) beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal mit der komplizierten Lage beim FC Schalke 04.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl (32) beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal mit der komplizierten Lage beim FC Schalke 04.  © Arne Dedert/dpa

Es wird immer deutlicher, dass der finanziell angeschlagene Verein weitere Verstärkungen benötigt. Die wären immer noch günstiger, als ein Abstieg in die 2. Bundesliga.

Doch man muss abwarten, ob die Rückholaktionen von Klaas-Jan Huntelaar (37) und Rafinha (35) gelingen und sie es dann auch noch schaffen, ihre Mannschaftskollegen entscheidend mitzureißen, sodass der Klassenerhalt doch noch gelingen kann.

Danach sieht es momentan nämlich nicht aus, weil Schalke auch offensiv über weite Strecken der Partie in Frankfurt der Biss fehlte und man die SGE viel zu selten ernsthaft in Bedrängnis brachte.

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Das muss am Mittwoch (18.30 Uhr) anders werden. Da empfängt man im Abstiegsgipfel auf den 1. FC Köln, der beim lahmen 0:0 gegen Hertha BSC auch keine Bäume ausriss - mal wieder!

Die Geißböcke sind für Königsblau daher ein Gegner auf Augenhöhe. Mit einem Sieg könnte S04 bis auf zwei Punkte an Köln heranrücken und wäre wieder voll im Geschäft.

Deshalb kann man dieses aufgrund der Konstellation brisante Spiel mit viel Spannung erwarten.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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