Schubert bei Schalke wieder aus dem Tor! Wagner: "Konnte Mannschaft nicht helfen"

Gelsenkirchen - War das Auswärtsspiel am Mittwoch bei Fortuna Düsseldorf (1:2) der für lange Zeit letzte Auftritt von Keeper Markus Schubert (21) für den FC Schalke 04 in der 1. Fußball-Bundesliga? Es sieht ganz danach aus.

Markus Schubert sitzt beim FC Schalke 04 nach durchwachsenen Leistungen nur noch auf der Bank.
Markus Schubert sitzt beim FC Schalke 04 nach durchwachsenen Leistungen nur noch auf der Bank.  © Bernd Thissen/dpa-POOL/dpa

Der frühere Torhüter von Dynamo Dresden wurde von Trainer David Wagner vor der Begegnung gegen den SV Werder Bremen (0:1) wieder degradiert.

Am Mikrofon bei "Sky" erklärte der Übungsleiter der "Knappen" seine Entscheidung, das vierte Mal in dieser Saison den Torhüter zu wechseln, ausführlich: "In den letzten Spielen konnte 'Schubi' der Mannschaft leider nicht helfen und die Sicherheit geben, die wir uns erhofft und erwartet haben."

Obwohl Wagner Schubert trotz mehrerer individueller Fehler lange im Tor ließ, entschied er sich aufgrund des Negativlaufs der Königsblauen dafür, Alexander Nübel erneut zur Nummer eins zu machen und seiner Verteidigung mehr Sicherheit zu verleihen, was gegen Bremen aber nur bedingt funktionierte.

Der Coach fühlte dennoch mit Schubert mit: "Das ist für alle und für ihn – er ist ein ganz junger Torwart – eine ganz schwere Situation." Doch man habe sich nun für diesen Wechsel entschieden.

Wagner führte weiter aus: "Am Ende geht es darum, dafür zu sorgen, dass jeder seine bestmögliche Performance auf den Platz bringen kann. Wir hatten im ersten halben Jahr bis in den Februar ein sehr stabiles Torhüterpaar, weil jeder in den Momenten, in denen er gefordert war, seinen Job sehr gut gemacht hat."

Sein letzter Kabinengang als Stammtorwart des FC Schalke 04? Markus Schubert (r.) wurde nach dem Düsseldorf-Spiel und vor der Bremen-Partie von Trainer David Wagner zur Nummer zwei degradiert.
Sein letzter Kabinengang als Stammtorwart des FC Schalke 04? Markus Schubert (r.) wurde nach dem Düsseldorf-Spiel und vor der Bremen-Partie von Trainer David Wagner zur Nummer zwei degradiert.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Markus Schubert muss versuchen, gestärkt aus diesen schweren Wochen hervorzugehen

S04-Coach David Wagner blieb sportlich keine Wahl, als Markus Schubert aus dem Tor der Königsblauen zu nehmen.
S04-Coach David Wagner blieb sportlich keine Wahl, als Markus Schubert aus dem Tor der Königsblauen zu nehmen.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Seitdem - und das gab auch der Trainer unumwunden zu - habe man "da Probleme, das ist ja nicht von der Hand zu weisen. Ich habe große Hoffnung, dass Alex da weitermacht, wo das Torwartpaar damals aufgehört hat."

Für Schubert ist das ein weiterer und extrem bitterer Rückschlag. Denn auch er dürfte wissen, dass er mit halbwegs konstanten und guten Leistungen wohl für den Rest der Saison im Schalker Tor gestanden hätte.

Schließlich wäre das auch für Wagner die langfristig bessere Lösung gewesen, wechselt Nübel doch in schon gut einem Monat zum FC Bayern München.

Doch Schubert konnte dem Druck, der auf ihm lastete, nicht standhalten, was menschlich absolut nachvollziehbar ist.

Im Hochleistungssport hat das aber nun mal die Konsequenz, die Wagner jetzt zog: Schubert wird vermutlich bis zum Saisonende nur noch auf der "Knappen"-Bank sitzen. Trotzdem hat es der gebürtige Freiberger nun selbst in der Hand, die vergangenen Wochen zu verarbeiten, aus ihnen seine Lehren zu ziehen, gestärkt daraus hervorzugehen und in der neuen Saison wieder Stammtorwart der Königsblauen zu sein.

Gelingt dies allerdings nicht, wird er wohl auch dann nur Ersatz bei Schalke sein. Denn neben dem beliebten Ex-Kapitän Ralf Fährmann, der nach einer Leihe zurück nach Gelsenkirchen kehrt, werden immer wieder verschiedene Schlussmänner anderer Vereine mit den "Knappen" in Verbindung gebracht. 

Titelfoto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

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