Clemens Tönnies tritt als Schalke-Boss zurück

Gelsenkirchen - Offenbar ist der Druck der letzten Tage für ihn doch zu groß geworden. Der Schalker Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies (64) ist mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern zurückgetreten.

Bezeichnende Miene bei Clemens Tönnies (64).
Bezeichnende Miene bei Clemens Tönnies (64).  © Ina Fassbender/dpa

Dem 64-Jährigen wurde wohl die komplizierte Situation rund um den Corona-Ausbruch in seiner westfälischen Fleischfabrik sowie die im Schalker Umfeld immer lauter werdende Kritik an seiner Person zum Verhängnis.

"Als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats hat Clemens Tönnies ganz entscheidenden Anteil daran, dass sich der FC Schalke 04 in den vergangenen 26 Jahren als eines der sportlichen und wirtschaftlichen Schwergewichte in der Bundesliga etabliert hat. Sein internationales Netzwerk, sein ausgeprägter Unternehmergeist und sein leidenschaftliches Engagement haben unseren Verein in besonderer Weise geformt. Clemens Tönnies stand für uns im Vorstand jederzeit als wertvoller Ratgeber und Ansprechpartner zur Verfügung. Wir wissen, wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen ist, daher gebührt ihr unser höchster Respekt“, kommentierte die Schalker Vorstände Alexander Jobst und Jochen Schneider Tönnies' Entscheidung.

Clemens Tönnies war seit dem 24. Oktober 1994 Gremienmitglied beim FC Schalke 04 und hatte seit 2001 die Rolle des Aufsichtsratsvorsitzenden inne. Wer ihm als Vorsitzender des Aufsichtsrats nachfolgt, wollen die "Knappen" zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. 

Darüber hinaus lief die Schalker Saison sportlich nur wenig erfolgreich. In der Rückrunde konnte das Team von Trainer David Wagner nicht mehr an die ordentliche Hinrunde anknüpfen, stürzte in der Tabelle nach einer Negativ-Serie ab und beendete die Spielzeit auf einem enttäuschenden 12. Tabellenplatz.

Titelfoto: Ina Fassbender/dpa

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