Keine Ruhe auf Schalke! Nach Fan-Drohungen sucht das nächste Vorstandsmitglied das Weite

Gelsenkirchen - Es will einfach keine Ruhe einkehren! Der FC Schalke 04 verliert im Sommer Alexander Jobst (47), Vorstand des (Noch-)Bundesligisten. Das teilte der Klub nun mit. Erneut haben Anfeindungen und Drohungen von vermeintlichen "Fans" ihren Anteil.

Auf den Stühlen des Schalker Führungspersonals wird es immer lichter. Nun nimmt auch Alexander Jobst (47) seinen Hut.
Auf den Stühlen des Schalker Führungspersonals wird es immer lichter. Nun nimmt auch Alexander Jobst (47) seinen Hut.  © Ina Fassbender/dpa

Marketingvorstand Jobst ist somit nach Ex-Finanzchef Peter Peters (58) sowie dem seit Februar nicht mehr im Amt stehenden Sportvorstand Jochen Schneider (50) bereits der dritte Mann, der dem radikalen Umbruch bei S04 zum Opfer fällt.

Der 47-Jährige hatte eigentlich noch ein gültiges Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2024. Nun ist bereits in diesem Sommer Schluss, drei Jahre vor dem planmäßigen Ende des Kontrakts.

"Wir verlieren Alexander Jobst nur sehr ungern. Die Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und ihm war immer sehr vertrauensvoll und professionell. Der FC Schalke 04 verliert einen überall anerkannten Fachmann, dessen Erfolge für sich sprechen", so der Vorsitzende des Schalker Aufsichtsrates Dr. Jens Buchta (57).

Man sei Jobst "zu großem Dank verpflichtet" und wünsche ihm in der Zukunft alles Gute, so Buchta weiter.

Letztlich soll dem Ende bei den Königsblauen eine "Bitte" Jobsts vorausgegangen sein.

Der Grund hierfür waren laut einer Schalker Pressemitteilung "anonyme Anfeindungen bis hin zu Bedrohungen, denen er und auch seine Familie seit einiger Zeit ausgesetzt sind".

Durch Drohungen wurde eine "rote Linie überschritten"

Der FC Schalke 04 verliert im Sommer Alexander Jobst (47).
Der FC Schalke 04 verliert im Sommer Alexander Jobst (47).  © Guido Kirchner/dpa

Auch diese unappetitlichen Dinge gehören aktuell ein wenig zur Schalker DNA. Jobst, der 2011 zu den Knappen kam und zuvor bei der FIFA sowie bei Real Madrid im Marketing tätig gewesen ist, war dabei nicht das erste Opfer stumpfer Bedrohungen von Teilen des königsblauen Anhanges.

Auch Jochen Schneider wurde bedroht, ehe schließlich die Zusammenarbeit im Februar beendet wurde.

Der Klub sieht sich entsprechend wohl immer mehr in den Fängen einiger Chaoten.

Auch wenn man "Verständnis für Ärger, Frust und dabei auch emotional heftige Äußerungen" aufgrund der aktuellen sportlichen wie auch strukturellen Probleme habe, sei "für ihn (Alexander Jobst, Anm. d. Red.) damit eine rote Linie überschritten worden".

Trotz Anfeindungen verlässt Alexander Jobst den FC Schalke 04 nur "sehr, sehr schweren Herzens"

"Ich gehe sehr, sehr schweren Herzens und habe lange mit dieser Entscheidung gerungen. Schalke 04 ist einzigartig und hat die Kraft, auch sportlich wieder erfolgreich zu werden", wird Jobst zitiert, für den es trotz des unrühmlichen Endes "eine Ehre gewesen ist" Teil der Gelsenkirchener gewesen zu sein.

Titelfoto: Ina Fassbender/dpa

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