Schalke-Heimkehr von Kolasinac geplatzt? Bundesligist funkt wohl dazwischen!

Gelsenkirchen - Mit dem FC Schalke 04 und der Kaderplanung für die anstehenden Bundesliga-Saison ist es wie mit dem Verhältnis zwischen Klubführung und Fanbasis: kompliziert. Ein Wunschkandidat ist jedoch der eigentlich viel zu teure Sead Kolasinac (27). Nun scheint allerdings ausgerechnet ein Bundesliga-Konkurrent in den Flirt hineinzugrätschen.

Aktuell (noch) Mannschaftskollegen beim FC Arsenal London: Sead Kolasinac (27) und Mesut Özil (31).
Aktuell (noch) Mannschaftskollegen beim FC Arsenal London: Sead Kolasinac (27) und Mesut Özil (31).  © Nigel French/PA Wire/dpa

Schalke und Neuzugänge - das ist in diesem Sommer so eine Sache. 

Der Geldhahn ist im Grunde so fest zugezurrt, dass es schon eine Menge finanzieller Kraftaufwendungen bräuchte, um die Schlinge um das Portemonnaie zu lösen.

Und weil die Kohle bei Blau-Weißen so knapp ist, muss man erfinderisch werden.

Zugänge sind gefühlt fast schon nur durch Leih-Geschäfte und Nettigkeiten zu realisieren. Zu nennen wäre da exemplarisch Stürmer-Routinier Vedad Ibisevic (36), der für ein Mini-Gehalt, das er sogar noch spendet, nahezu zum Nulltarif zu Königsblau wechselt.

Ansonsten bieten sich auch zahlreiche Ex-Schalker an, sich auch gern unter großen finanziellen Einbußen wieder in der Veltins-Arena präsentieren zu dürfen. 

Zu nennen wäre hier unter anderem Kyriakos Papadopoulos (28), welcher derzeit vereinslos ist (TAG24 berichtete) oder das ehemalige Mega-Talent und heutige Skandalnudel Donis Advijaj (24, ebenfalls ohne Klub).

Peter Bosz will "Top-Verteidiger", Gespräche mit Bayer 04 Leverkusen intensivieren sich

Trainer David Wagner (re., 48) Hat derzeit keinen einfachen Job auf Schalke.
Trainer David Wagner (re., 48) Hat derzeit keinen einfachen Job auf Schalke.  © Friso Gentsch/dpa

Das Werben der Schalker um eine ehemalige Identifikationsfigur nahm jedoch tatsächlich konkrete Züge an: Sead Kolasinac kann sich eine Rückkehr in die Bundesliga und sogar zu Schalke durchaus vorstellen.

Und das auch trotz dessen, dass er dort wohl nicht mal ein Bruchteil seines jetzigen Gehaltes beim FC Arsenal London beziehen würde.

Nun klopft allerdings die Werkself aus Leverkusen beim gebürtigen Karlsruher an.

Finanzieller Spielraum in Leverkusen deutlich höher

Könnte sich Kolasinac wohl sehr gut bei sich im Team vorstellen: Bayer-Coach Peter Bosz (56).
Könnte sich Kolasinac wohl sehr gut bei sich im Team vorstellen: Bayer-Coach Peter Bosz (56).  © Sascha Schuermann/AFP-Pool/dpa

Auch Bayer braucht Qualität und hat durch die Abgänge von Youngstar Kai Havertz (21) zum FC Chelsea und Offensiv-Spieler Kevin Volland (24) nach Monaco auch das nötige Kleingeld.

Hinzu kommt, dass es in Leverkusen bedeutend ruhiger und der Klub regelmäßig international vertreten ist.

Laut SportBild möchte Peter Bosz (56) seinen Kader nämlich auch mit einem "Top-Verteidiger" verstärken. 

Mit Kolasinac wäre da eigentlich tatsächlich eine passende Variante gegeben. Er kennt die Liga, ist in London nicht unbedingt glücklich und hat mit 39 Spielen in Euro- und Champions League reichlich internationale Erfahrung.

Die Gespräche mit Leverkusen sollen sogar schon recht weit fortgeschritten sein. Auch wenn man unter dem Bayer-Kreuz ebenfalls keine Arsenal-Bezüge zahlen wird, dürften diese dennoch deutlich über den Schalker Möglichkeiten liegen.

Kolasinacs Vertrag bei den Gunners läuft noch bis zum 30. Juni 2022. Die Briten seien wohl bereit, ihn ab einer Ablösesumme von etwa 10 Millionen Euro sofort zu verkaufen.

Dies wäre vonseiten der Engländer auch durchaus eher gewollt als eine Leihe, welche wiederum für S04 zunächst die wohl einzige Möglichkeit einer Verpflichtung wäre.

Titelfoto: Nigel French/PA Wire/dpa; Friso Gentsch/dpa

Mehr zum Thema FC Schalke 04:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0