Schalke-Keeper Markus Schubert übt Selbstkritik und will in neuer Saison wieder "Nummer eins" werden!

Gelsenkirchen - Nun spricht Markus Schubert (22)! Nachdem der Torwart wegen durchwachsener Leistungen beim FC Schalke 04 von Trainer David Wagner degradiert wurde und im Saison-Endspurt nur noch die Nummer zwei ist, hat sich der Knappen-Keeper zu dieser schweren Situation geäußert.

Markus Schubert (22) muss aus seiner schwierigen ersten Bundesliga-Saison lernen und die richtigen Schlüsse aus seinen Fehlern ziehen.
Markus Schubert (22) muss aus seiner schwierigen ersten Bundesliga-Saison lernen und die richtigen Schlüsse aus seinen Fehlern ziehen.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Dabei sprach er auch die Zeit an, in der er im Kasten stehen durfte. Er zeigte sich dabei selbstkritisch und gestand eigene Fehler ein. 

Der frühere Schlussmann der SG Dynamo Dresden hatte zu sich selbst laut der "Sport Bild" gesagt: "Du bist die Nummer eins, du musst Leistung bringen und dazu beitragen, dass Schalke wieder in die Spur kommt!" Er gab zu, sich damit "viel zu viel Druck gemacht" zu haben.

Deshalb sieht er Wagners Entscheidung, Alexander Nübel trotz seines feststehenden Wechsels zum FC Bayern München erneut den Vorzug zu geben, nicht als Vertrauensbruch an: "So sehe ich das nicht. Und enttäuscht sein kann ich, wenn, nur von mir selbst. Mir ist es nicht immer gelungen, mein volles Potenzial auszuschöpfen und meinem eigenen Anspruch gerecht zu werden."

Dennoch gibt sich der gebürtige Freiberger auch kämpferisch: "Mit der neuen Saison starten alle wieder bei null – auch wir Torhüter. Ich werde weiter hart an mir arbeiten, will auch körperlich noch einmal etwas draufpacken und in der neuen Saison wieder angreifen", so der deutsche U21-Nationaltorhüter.

Dass mit Ralf Fährmann der einstige Kapitän der Königsblauen zurückkehrt und ebenfalls das Gehäuse hüten will, spiele für Schubert "in erster Linie" keine Rolle: "Ich schaue nur auf mich. Mein Ziel ist es, in der nächsten Saison die Nummer eins auf Schalke zu sein, lautet seine Kampfansage. "Dafür werde ich kämpfen."

Bekommt Markus Schubert beim FC Schalke 04 eine weitere Chance?

Markus Schuberts (r. 22) vorerst letzter Erstliga-Einsatz: Nach dem 1:2 bei Fortuna Düsseldorf am 27. Mai nahm S04-Coach David Wagner ihn aus dem Tor.
Markus Schuberts (r. 22) vorerst letzter Erstliga-Einsatz: Nach dem 1:2 bei Fortuna Düsseldorf am 27. Mai nahm S04-Coach David Wagner ihn aus dem Tor.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Ob es dazu kommt, bleibt abzuwarten. Schalke soll dem Vernehmen nach nämlich auch den Keeper-Markt sondieren und wird immer wieder mit guten Schlussmännern in Verbindung gebracht.

Durchaus vorstellbar, dass die Knappen bei einer guten Gelegenheit zuschlagen und Schubert eventuell verliehen wird, wenn sich abzeichnen sollte, dass er sich nicht durchsetzt und auf der Bank oder gar Tribüne versauern würde.

Schließlich hatte Wagner ihm so lange wie möglich vertraut, musste ihn aber nach zu vielen Patzern irgendwann aus der Mannschaft nehmen.

Das begründete er Ende Mai wie folgt: "In den letzten Spielen konnte 'Schubi' der Mannschaft leider nicht helfen und die Sicherheit geben, die wir uns erhofft und erwartet haben" (TAG24 berichtete).

Nun muss Schubert sich im Training besonders beweisen. 

Denn nach seinen ersten neun Einsätzen in der 1. Bundesliga bleiben nicht nur wegen seiner individuellen Fehler Zweifel, ob er sich in Deutschlands Fußball-Eliteklasse dauerhaft durchsetzen kann. Zu oft segelte er an Flanken vorbei und hatte einige Male Glück, dass die gegnerischen Teams das nicht ausnutzen konnten. 

Schafft er es aber, besser mit dem Druck umzugehen und in der Strafraumbeherrschung dazuzulernen, dann hat er alleine schon aufgrund seiner herausragenden Reflexe auf der Linie durchaus das Potenzial, auf Dauer Stammkeeper eines Erstligisten zu werden.

Titelfoto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

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